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Hochschule der Medien

Hidden Heroes

Heimliche Helden der HdM

Sie halten die Hochschule der Medien (HdM) zusammen und bleiben trotzdem für viele unerkannt: heimliche Helden, die "Hidden Heroes" der Hochschule. Vier von ihnen sind Julian Wurst aus der Prüfungsverwaltung, der Elektriker Denis Raabe, Florian Fahrbach aus der IT und Gaby Stober von der Verfassten Studierendenschaft. Sie erzählen von ihrem Weg zur HdM, der Arbeit und wie sie nach Feierabend am besten abschalten.

Dennis Raabe

Denis Raabe ist unter anderem für 40 Schaltschränke verantwortlich. Foto: Anna Kächele
Egal, ob eine kaputte Steckdose, ein defekter Rauchmelder oder eine kaputte Glühbirne: Der Elektriker des Hauses, Dennis Raabe, kümmert sich darum. Auch bei Studienprojekten für die MediaNight wird oft seine Hilfe benötigt. Auf die Frage was ihm am besten an der HdM gefällt, muss man nicht lange warten: Die Kollegen. Wegen ihnen wäre er hier. Im Team der 22-köpfigen Infrastruktur-Abteilung fühlt er sich wohl. Sein Tag beginnt um sieben Uhr mit einem Rundgang durch die Gebäude der Hochschule. "Da schaue ich, ob alles leuchtet, ob es irgendwelche Probleme gibt, ob irgendwas kaputt ist." Im Anschluss folgt die Teambesprechung, in der geklärt wird, was ansteht. An seinem Arbeitsplatz im Untergeschoss in der Nobelstraße 10 findet man ihn eher selten, schließlich muss in allen HdM-Gebäuden Licht brennen und Strom fließen. Beim Gang durch die Hochschule fällt auf, wie breit sein Aufgabenbereich ist. "Ich bin zuständig für alles 'mit Kabel dran'." Seine Arbeit in der HdM reicht weiter zurück als seine Festanstellung dort. Denn zuvor hat Raabe bei einer Fremdfirma gearbeitet, die Aufträge an der Hochschule ausgeführt hat. Dennis Raabe ist ausgebildeter Elektriker. Bei dem Gedanken, erneut die Schulbank drücken zu müssen, schüttelt er energisch den Kopf. "Ne, also darauf hätte ich keine Lust mehr." 39 Stunden arbeitet er in der Woche an der HdM, an Wochenenden hilft er noch auf anderen Baustellen mit. Als Ausgleich zu seinem Job geht er gerne mit seinem Hund spazieren.

Julian Wurst

An Julian Wurst und seine Kolleginnen können sich die Studierenden bei Problemen mit den Prüfungen wenden. Foto: Anna Kächele
Öffnet sich die Tür des Raums 114 im Hauptgebäude in der Nobelstraße 10, fällt der Blick erst einmal auf drei grüne Topfpflanzen. Dahinter befindet sich der Arbeitsplatz von Julian Wurst. Sechs Kolleginnen und er sind Ansprechpartner für Studierende und Professoren bei Fragen rund um die Studienprüfungsordnung. Neben der gesamten Prüfungsplanung ist die Abteilung für alles zuständig, was die Noteneingabe, Pflege der Studierendenakten und Prüfungsleistungen betrifft. Wurst betreut die Studiengänge Crossmedia-Redaktion/Public Relations, Print Media Technologies und Informationswissenschaften - und damit um die elf Prozent aller HdM-Studierenden. Sein Verhältnis zu ihnen empfindet er als sehr gut. "Studierende sind das Kerngeschäft. Ich denke, wir machen einen guten Job". Nur ab und zu fehle das Verständnis der Studierenden, wenn etwas länger dauere, oder auch dafür, dass es sich bei der Prüfungsverwaltung nicht um einen ganztätig geöffneten Servicepoint handele. "Viele meinen, wir arbeiten außerhalb der Öffnungszeiten nicht. Aber das tun wir natürlich. Manche Aufgaben lassen sich während der Öffnungszeiten nicht bewerkstelligen." Die klassischen Fragen, die er dann beantwortet, sind zum Beispiel: "Warum ist mein Praxissemester noch nicht angemeldet?" oder "Ich habe mich für eine falsche Prüfung angemeldet, was jetzt?". Julian Wurst ist gelernter Bürokaufmann. An seinem Job an der HdM schätzt er das kollegiale Miteinander mit den anderen Abteilungen sowie die flexiblen Arbeitszeiten. Sein Tag beginnt er mit dem Checken von E-Mails und einer Tasse Tee. Das tägliche Highlight ist der Feierabend. "Es wäre gelogen, wenn ich was anderes sagen würde", lacht er. Den Ausgleich zum Arbeiten findet Julian Wurst im Laufsport. Mit seiner Frau kocht er regelmäßig, geht gerne wandern oder spielt Computerspiele. Student würde er nicht mehr gerne sein wollen. "Klar hat das Studentenleben Vorteile, aber es ist auch schön, nach Hause zu kommen und nicht mehr lernen zu müssen", sagt Wurst.

Florian Fahrbach

Florian Fahrbach arbeitet am Bewerbungsverfahren. Foto: Julia Lindner
Florian Fahrbach ist nicht nur ein heimlicher Held, sondern auch ein echter HdM-Kenner. Knapp 20 Jahre ist er bereits hier und hat dabei die vielfältigsten Aufgaben und Bereiche abgedeckt. Alles fing 1997 an, als frischgebackener Erstsemester. "Ich habe damals Öffentliches Bibliothekswesen studiert, was heute Informationswissenschaften heißt." Das Studium sei ein schöner Lebensabschnitt gewesen, das Arbeitsleben hätte aber durchaus auch seine Vorzüge. Er hätte deshalb auch nicht unbedingt den Drang, nochmal studieren zu müssen. "Was ich dabei allerdings auf jeden Fall versuchen würde, ist das studentische Leben noch mehr zu genießen."

Als er 2001 seinen Abschluss in der Hand hielt, kam ihm der Zufall zu Gute. Die Hochschule schrieb damals den Job des Content Managers aus und so arbeitete er 15 Jahre lang in der Abteilung Hochschulkommunikation, programmierte, gestaltete und pflegte die HdM-Website. Was ihn an der HdM hält? "Es ist einfach eine vielfältige Medienhochschule mit kreativen Studenten und Dozenten, die immer wieder für frischen Wind sorgen", erzählt er. Den frischen Wind hatte er selber, als er sich 2016 dazu entschied, die Abteilung zu wechseln. Aktuell arbeitet Florian Fahrbach bei den Studentischen Services IT. Er habe den Wechsel einfach einmal gebraucht. Und auch die Website einer Medienhochschule verträgt frischen Wind und neue Ideen, sagt er. Deshalb fühlt er sich in seiner jetzigen Position sehr wohl. "Gegenüber Studenten, den Kolleginnen und Kollegen oder auch den Bewerbern sehe ich mich in einer Serviceposition, in der ich gerne weiterhelfe, wenn ich kann."

Wenn er seinen Kaffee getrunken und die Mails gecheckt hat, kümmert sich Florian Fahrbach aktuell primär um die Online-Bewerbungen. "Wir sind seit dem Wintersemester dabei, ein System zu etablieren, das eine medienbruchfreie, also rein digitale, Bewerbung gewährleistet." Sowohl für Bewerberinnen und Bewerber als auch anschließend für die Kolleginnen und Kollegen aus dem Studienbüro solle der Prozess möglichst komfortabel ablaufen können.

Wenn es doch einmal zu stressig wird, sucht sich Florian Fahrbach Ausgleiche. "Am liebsten unternehme ich etwas mit meinem sechsjährigen Sohn und meiner Frau, sie sind unentbehrlich für mich. Wenn sie mal keine Zeit für mich haben, schaue ich gerne Filme, höre Musik oder spiele auch mal auf der Playstation."

Gaby Stober

Gaby Stober wird von vielen als gute Seele der HdM beschrieben. Foto: Julia Lindner
Viele, die an Gaby Stober denken, fallen gerne die Worte "die gute Seele der HdM" ein. Und das zu Recht: Als Mitarbeiterin der Verfassten Studierendenschaft (VS) hilft sie seit 2014 bei allen Angelegenheiten und steht mit Rat und Tat zur Seite. "Mich kann man als feste Konstante und Ansprechpartnerin betrachten", erklärt sie. "Ich bin die Schnittstelle zwischen den Initiativen, Mitarbeitern, Hochschulleitung und den Studenten und gebe Informationen an die nächste 'Generation' weiter." Das sei auch sehr sinnvoll, da der VS-Rat jedes Jahr neu gewählt werde und sonst die Konstanz fehle. Deshalb koordiniert Gaby Stober die Kommunikation, und versucht, die Organisation so gut wie möglich zu managen und zusammenzuhalten. Ihre Tage verlaufen dementsprechend sehr unterschiedlich. Manchmal wird sie schon auf dem Flur abgefangen. Auf den Kaffee am Morgen kann sie dennoch nicht verzichten.

Ihre Kompetenzen gehen allerdings noch weiter: Manchmal, das wissen viele sehr zu schätzen, hat sie auch einfach nur ein offenes Ohr. "Mich freut und ehrt es sehr, dass mir so viel Wertschätzung und Dankbarkeit für mich vermeintlich kleine Dinge entgegengebracht werden", sagt Gaby Stober. Sie freue sich immer weiterzuhelfen, denn "ein gutes Gespräch ist echt ein Highlight". Zu den Studierenden hat sie ein sehr schönes und inniges Verhältnis. "Ich habe einen guten Draht zu ihnen, wir kommunizieren auf Augenhöhe." Diese Art der Kommunikation, vor allem mit so jungen Menschen, motiviere sehr, da nicht ständig über die Rente gesprochen würde, sagt sie lachend. Um den Auslandsaufenthalt, den die Studierenden erleben können, beneidet Gaby Stober sie trotzdem: „Das steht definitiv noch auf meiner Löffel-Liste." Die Hochschule gefällt ihr gut. "Die HdM ist so ein moderner, quirliger Ort mit ganz vielen Möglichkeiten." Schön findet sie vor allem, dass man hier Fehler machen dürfe und sich ausprobieren könne.

Ihren Weg an die Hochschule hat sie durch Schicksal gefunden, wie sie erzählt. "Eigentlich hatte ich mich für eine andere Stelle im Haus beworben, für die ich aber nicht genommen wurde. Irgendwie ist meine Bewerbung dann bei der VS gelandet und so kam eines zum anderen." Die gelernte Sozialversicherungsfachangestellte war vor ihrer Zeit an der HdM im Personalwesen tätig. An der Hochschule ist sie nun freier in der Gestaltung ihres Arbeitsalltags und hat eine ausgeglichenere Work-Life-Balance. Ihre Freizeit füllt sie sehr aktiv. "Ich fahre gerne Fahrrad oder spiele Beachvolleyball." Dennoch geht für sie auch nichts über ein gutes Buch und ruhige Stunden. Der soziale Aspekt spielt ebenfalls eine große Rolle in ihrem Leben: "Ich bin sehr gerne unter Leuten und treffe Freunde." Darauf könne sie genauso wenig verzichten wie auf Schokolade. 

Anna-Sophie Kächele

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Julia Lindner

VERÖFFENTLICHT AM

08. Januar 2020

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