Veranstaltungsbeschreibung

254166a Ethik & Narrative Medienanalyse

Zuletzt geändert:24.08.2022 / Grimm
EDV-Nr:254166a
Studiengänge: Medienmanagement (Master), Prüfungsleistung im Modul Ethik & Narrative Medienanalyse in Semester 1 2
Häufigkeit: immer
Unternehmenskommunikation (Master), Prüfungsleistung im Modul Ethik & Narrative Medienanalyse in Semester 1 2
Häufigkeit: immer
Dozent: Prof. Dr. Petra Grimm
Sprache: Deutsch
Art: -
Umfang: 2 SWS
ECTS-Punkte: 5
Workload: 5 ECTS = 150 Zeitstunden
Prüfungsform:
Bemerkung zur Veranstaltung: ÜGR: Studierende, die 254163 erbracht haben, dürfen 254166 nicht erbringen. Deutsch
Beschreibung: Können Maschinen moralisch handeln? Können sie auch moralische Akteure sein und Verantwortung übernehmen? Künstliche Intelligenz, Big Data und Robotik sind Ausdruck einer Entwicklung, die unsere Lebenswelten massiv verändert. Damit sind auch Werte- und Normefragen verbunden, mit denen sich die Digitale Ethik befasst. Welches Bild haben wir von KI und was bedeutet dieses für unser Bild vom Menschen, also Menschenbild? Wie soll das Verhältnis von Maschine und Mensch gestaltet werden? Inwieweit wird die Autonomie und Handlungsmächtigkeit von Menschen infrage gestellt? Filme können uns als kulturelle Artefakte Aufschluss darüber geben, welche Vorstellungen in unserer Gesellschaft über KI bestehen und welche Werte und Normen ggf. neu justiert werden sollen. Das Seminar wird sowohl KI-Filme narrativ analysieren als auch grundsätzliche Fragen einer Ethik der Künstlichen Intelligenz diskutieren und reflektieren. Dazu werden wir uns auch Gedanken darüber machen, was Digitale Ethik ist und welche ethischen Ansätze von Bedeutung sind. Schließlich stellt ich die Frage: Wozu brauchen wir eine Ethik der Künstlichen Intelligenz?

Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für den Einzelnen und die Gesellschaft und die Frage, wie eine werteorientierte KI aussehen soll, beschäftigt uns in vielen Zusammenhängen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran, welche Vorstellungen wir von Künstlicher Intelligenz haben, wird durch Filme und Erzählungen beeinflusst. Der Film "Ich bin Dein Mensch" (R: M. Schrader, 2021) stellt z.B. die Farge: "Kann man sich in jemanden verlieben, der eine Ware ist, einzig dafür geschaffen, die Sehnsucht nach Nähe, Partnerschaft und Liebe zu erfüllen? Und was empfindet eigentlich ein Roboter?" (SWR) Der Film ist damit am Punkt der Zeit, denn er wirft die Frage auf, ob Maschinen mit Menschen vergleichbar sind und moralisch handeln können.

Aber auch Klassiker wie "I, Robot", "Ex machina" und Folgen von "Black Mirror" sind ihrer Zeit voraus, was die ethische Diskussion über Maschinen und KI betrifft. Wir werden deshalb im Seminar anhand von diesen Filmen (und weiteren) die unterschiedlichen Modelle der Künstlichen Intelligenz analysieren und uns mit den ethischen Fragen, die aktuell virulent sind, befassen. Hierzu wird eine Einführung in die Grundlagen der Digitalen Ethik und der Narrativen Medienanalyse vermittelt.

Zudem werden aktuelle Fragen behandelt, wie z. B.: Kann man KI moralisch programmieren, falls ja soll man dies tun? Was ist Ethics by design?

Kick-off: 12.10.21 um 11.45 Uhr in Raum i010

Das Seminar ist anrechenbar für das Zertifikat "Ethikum".
Literatur: - Grimm, Petra (2021): Werte: Was können ethische Ansätze für eine wertorientierte Digitalisierung leisten? In: Piallat, Chris (Hg.): Der Wert der Digitalisierung. Gemeinwohl in der digitalen Welt, Bieledfeld: trancript, S. 55-96. Im Internet: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5659-6/der-wert-der-digitalisierung/
- Grimm, Petra/Keber, Tobias/Zöllner, Oliver (Hrsg.) (2019): Digitale Ethik. Stuttgart: Reclam.
- Müller, Michael, Grimm, Petra (2016): Narrative Medienforschung – Einführung in Methodik und Anwendung. UVK Verlagsgesellschaft mbH.


Weitere Literatur finden Sie in der HdM-Bibliothek.
Internet: https://www.digitale-ethik.de/