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Hochschule der Medien

Künstliche Intelligenz

"Institute for Applied Artificial Intelligence" feiert Geburtstag

Vor einem guten Jahr hat die Hochschule der Medien (HdM) das "Institute for Applied Artificial Intelligence" (IAAI) gegründet, als fakultätsübergreifende Plattform für Lehre, Forschung und Wissenstransfer im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Dahinter stehen über 30 Professoren, Wissenschaftler und Doktoranden, die in 15 Projekten arbeiten, in denen es um anwendungsorientierte Forschung sowie gesellschaftliche Fragestellungen geht.

"Das IAAI kann schon auf eigenen Beinen stehen, vor allem durch die eingeworbenen Drittmittel", sagt der Leiter Prof. Dr. Johannes Maucher im Glückwunschvideo. Vieles habe sich bisher sehr positiv entwickelt. "Zehn Assistenten gehen im AI-Lab ihren jeweiligen Forschungsfragen nach. Das Lab ist gelebte Synergie", so Maucher. Der stellvertretende Leiter des Instituts, Prof. Dr. Kai Eckert, freut sich darüber, dass Wissenschaftler und Doktoranden im interdisziplinär ausgerichteten und gut ausgestatteten IAAI innerhalb nur eines Jahres ein inspirierendes und motivierendes Umfeld gefunden haben. Das bestätigt auch Prof. Magnus Pfeffer. In seinem Projekt "Japanese Visual Media Graph" mit der Bibliothek und dem Bereich Japanologie der Universität Leipzig, forschen Mitarbeiter aus vier Ländern. "Das Umfeld des Arbeitsplatzes war bei allen ausschlaggebend für die Entscheidung, an die HdM zu kommen."

Menschenzentrierte Digitalisierung

Im November 2019 ist das "KI-Trainer Projekt" im IAAI gestartet. Dabei handelt es sich um ein Programm, mit dem kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt werden, Anwendungsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) kennenzulernen und auszuprobieren. Denn als Teil des "Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability" bietet das IAAI eine einzigartige Möglichkeit, technische Unterstützungsmaßnahmen zur Entwicklung von KI mit der Gestaltung der Mensch-KI-Interaktion zu kombinieren. "So können mittelständische Unternehmen nicht nur technische Fragen der KI erörtern, sondern auch wie Digitalisierung menschenzentriert gestaltet werden kann", erläutert Prof. Dr. Michael Burmester. In einem weiteren Vorhaben geht es um eine KI zur Meinungsvielfalt. "Gerade in Zeiten wie diesen, wo die Corona-Verschwörungen wie wilde Triebe sprießen, können wir mit einer Vielfalts-KI bestens gegensteuern und die Suche nach seriösen Informationen unterstützen", erklärt Prof. Dr. Petra Grimm vom Institut für digitale Etihk der HdM, das zu den Kooperationspartnern des IAAI zählt. "KI braucht Ethik und Ethik braucht Wissen über KI", so Grimm.

Know-how für Polizeiarbeit

Mit dem Kriminaltechnischen Institut des LKA Baden-Württemberg als Partner wird im Forschungsprojekt DOKIQ (Dokumentenuntersuchungssoftware) untersucht, welche Möglichkeiten sich bei der automatisierten und intelligenten Fälschungserkennung mittels KI bieten und wie dieses Know-how für die Polizeiarbeit nutzbar gemacht werden kann. Zu den Schwerpunkten des IAAI zählt auch der Wissenstransfer und die Unterstützung von KI-Start-ups. "Wir haben mit dem Bundesverband Deutscher Startups e.V und dem Tech Incubator der Deutschen Telekom hubraum den AI Start-up Report 2020 ins Leben gerufen. Er liefert wertvolle Erkenntnisse zur KI/AI Start-up Landschaft in Deutschland und zeigt Unternehmern bisher unbesetzte Nutzungsszenarien für KI auf", berichtet Prof. Dr. Jürgen Seitz. Die werde für einen sehr großen Teil der Wachstumsunternehmen in Deutschland eine zentrale Rolle spielen.

Das IAAI

Hinter dem Institut stehen Professoren aus unterschiedlichen Studiengängen der HdM - von Informationswissenschaften über Medien- und Wirtschaftsinformatik bis zu Medienwirtschaft, Online-Medien-Management oder Werbung und Marktkommunikation. Sie wollen als vermittelnde Schnittstelle Forschung in Anwendung bringen und die damit verbundene digitale Transformation mitgestalten, auf der Basis eines technologiezentrierten Lehr- und Weiterbildungsangebotes und einer ganzheitlichen Betrachtung der KI. Zu den Partnern des IAAI zählen das Weiterbildungszentrum, das Start-up-Center und das Institut für Digitale Ethik der HdM sowie das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability.

Kerstin Lauer

VERÖFFENTLICHT AM

04. Juni 2020

KONTAKT

Prof. Dr. Johannes Maucher

Medieninformatik

Telefon: 0711 8923-2178

E-Mail: maucher@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Kai Eckert

Informationswissenschaften

Telefon: 0711 8923-3164

E-Mail: eckert@hdm-stuttgart.de

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