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Hochschule der Medien

MediaNight

Premiere im virtuellen Raum

Wie jedes Semester haben die Studierenden der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) wieder die Projekte, an denen sie in den letzten Monaten gearbeitet haben, bei der MediaNight vorgestellt. Doch dieses Mal, am 23. Juli 2020, war vieles anders. Nach einem virtuellen Semester fand auch die MediaNight digital statt. Zuschauer konnten unter rund 90 Projekten stöbern und sich mit deren Machern im Chat austauschen.

Virtuelle MediaNight im Sommersemester 2020
(Fotos: Florian Müller)

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In dem Projekt "Somnium - Modular Dreams" ging es um Träume

In dem Projekt "Somnium - Modular Dreams" ging es um Träume

Eine Live-TV-Sendung begleitete die virtuelle MediaNight

Eine Live-TV-Sendung begleitete die virtuelle MediaNight

Die Sendung wurde im TV-Studio an der HdM produziert

Die Sendung wurde im TV-Studio an der HdM produziert

Nur zwei Teams präsentierten in der Hochschule - mit genügend Abstand und unter Beachtung der Corona-Auflagen: Studierende der Audiovisuellen Medien produzierten eine Live-TV-Show von 18 bis 22 Uhr. Moderator Tim Bühler führte durch den Abend, zeigte Trailer zu verschiedenen Projekten und sprach mit den Teams dahinter. Auch HdM-Rektor Prof. Dr. Alexander W. Roos und die Dekane der drei HdM-Fakultäten zählten zu seinen Gesprächspartnern.

Ebenfalls auf dem Campus vertreten war das Team der Studioproduktion Eventmedia, bestehend aus Studierenden der Audiovisuellen Medien und Medienwirtschaft. "In unserem Projekt 'Somnium - Modular Dreams' machen wir die Emotionen und Geschichten, die wir während des Träumens durchleben, mit einem modularen Stecksystem auch im Wachzustand erleb- und visuell greifbar", verraten die Studierenden. Mit einer Kombination aus visuellen, auditiven und haptischen Elementen lassen sich verschiedene Szenarien darstellen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Musikalisch ging es weiter bei "TheAudioMachine". Die Studierenden der Audiovisuellen Medien und der Medieninformatik haben in ihrem Projekt eine Möglichkeit geschaffen, Beats zu bauen, ohne Ahnung von Tonproduktionen zu haben, wie Benedikt Ludwig aus dem Team erklärt. "TheAudioMachine" ist eine kreisrunde, modular aufgebaute und intuitiv zu bedienende interaktive "Drum Machine". Damit lassen sich einfache "Drum Loops" erstellen, herunterladen und via Social Media teilen. Wer Interesse hat, kann die Anwendung über die MediaNight Webseite ausprobieren und so zum nächsten Drum-Star werden.

Forrest Pumpkin und die rennende Avocado

Einen echten Traum verwirklichte sich "Avo C.", die Avocado aus dem Animationsfilm "Avocardio" des Studiengangs Audiovisuelle Medien. Avo kommt deprimiert von seinem Job im Supermarkt nach Hause und schafft es gerade noch, den Fernseher einzuschalten. Daneben hängen seine Kindheitsbilder, die ihn bei Laufwettbewerben und beim Backen zeigen. Als er den Fernseher einschaltet, läuft "Forrest Pumpkin". Inspiriert kramt Avo sein altes Schweißband heraus und beginnt zu trainieren. Eines Tages sieht er beim Laufen ein leerstehendes Gebäude und verwirklicht seinen Traum: Er gründet sein eigenes Café - das Café Avo. Seit dem Kurzfilm sehen die Kurzfilm-Macher Avocados nicht mehr mit denselben Augen. Deren Verzehr würde ihnen schwerfallen. Denn "überall könnte Avo drinstecken", erzählen sie.

In eine andere Richtung geht das Projekt Schule 4.0 - der Versuch, das Bildungswesen zu digitalisieren. Studierende der Medieninformatik und der Mobilen Medien entwickelten im Sommersemester eine Plattform zur Vernetzung von Schülern und Lehrern, erklärt Patricia Piskorek aus dem Team. "Die Plattform, die wie ein Baukastensystem per Drag und Drop funktioniert, ist eine Webanwendung ohne Installation. Materialien, interaktive Aufgaben und Benachrichtigungen können in der App eingesehen und bearbeitet werden", so die Studentin. Vorerst orientiert sich das Team an Grundschulen, möchte die Idee allerdings weiter ausbauen.

Montagsmaler reloaded

Ihre Kommilitonen warten mit einer neuen, kreativeren Version des beliebten Spiels "Montagsmaler" auf: "Pencil Panic!" stellt ideenreiche Maler vor neue Herausforderungen - sei es mit Katzen, die auf einmal durch das Bild laufen, oder einem Stift, der als Satellit um den Finger kreist. Das Handicap ist dabei der zentrale Bestandteil des Spiels und auch der Grund, warum das Team sich überhaupt eine neue Version ausgedacht hat.

Wie erfolgreich wird mein Bild auf Instagram? Das können Nutzer des Dienstes künftig durch das Programm "InstaNoodles" von Studierenden der Medieninformatik erfahren. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz können ein Bild auf seinen Erfolg analysiert, Hashtags generiert und ein automatisches Posting eingestellt werden. Die Analyse von knapp 9000 Bildern erfolgte auf Faktoren wie der Followeranzahl des Benutzers, den Likes für das Bild, der Anzahl der Kommentare und der Zeit, zu der es gepostet wurde.

HdM-Rektor Roos freute sich über die gelungene Premiere der virtuellen MediaNight. Die Online-Veranstaltung markierte den Höhe- und den Schlusspunkt des virtuellen Sommersemesters. Mit dem Event habe man diesmal auch Gäste erreichen können, die zu einer regulären MediaNight nicht vor Ort hätten sein können. "Ein echter Gewinn", so Roos. Alle vorgestellten Projekte sind unter www.hdm-stuttgart.de/medianight zu finden. Die Live-Sendung steht auf dem YouTube Kanal der HdM unter https://www.youtube.com/watch?v=Hytc-4GR-Bg&t=13102s zur Verfügung.

Kerstin Lauer, Julia Lindner

VERÖFFENTLICHT AM

27. Juli 2020

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