Open Access (OA)

Mit Open Access wird der kostenlose und uneingeschränkte Zugang zu wissenschaftlichen Dokumenten bezeichnet. Ziel ist es, wissenschaftliche Publikationen im Internet für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft frei zugänglich zu machen, indem sie kostenfrei und möglichst ohne technische und rechtliche Hürden bereitgestellt werden.

 

Nicht zuletzt in der Corona Krise wurde klar erkennbar, wie sinnvoll der offene und kostenfreie Zugang aller zu wissenschaftlichen Publikationen ist. Neben den Vorteilen im Bereich Transfer hat das auch Vorteile für die Forschenden u.a. durch eine erhöhte Sichtbarkeit der Publikationen und eine höhere Zitierhäufigkeit. Die aktuellen DEAL-Verträge zwischen deutschen Wissenschaftsorganisationen und Wissenschaftsverlagen unterstützen deutlich den Trend hin zu Open Access. Die E-Science Strategie des Landes Baden-Württemberg macht klar, dass Open Access ein Publikationsleitbild mit Zukunft ist und selbst im aktuellen Koalitionsvertrag 2021 (pdf) der Regierung findet dies seinen Niederschlag.

Orientierung bietet auch die Berliner Erklärung (pdF) zum offenen Zugang zu öffentlich geförderten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen aus dem Jahr 2003 und ganz aktuell die Empfehlungen zum Open Access des Wissenschaftsrats von 2022.

Open Access an der HdM

 

In ihrer Open Access Policy (pdf) ermutigt die Hochschule der Medien ihre Autorinnen und Autoren, Forschungsergebnisse in Open Access zu publizieren. Für Zweitveröffentlichungen stellt die Bibliothek ohnehin schon seit Jahren den Volltext-Server bzw. das Repositorium HdM Epub  zur Verfügung. Die dort bereitgestellten Publikationen werden von der Hochschulbibliothek dauerhaft archiviert, mit Hilfe der Autoren durch qualifizierte Beschreibungen erschlossen und innerhalb des Repositoriums nachgewiesen.

 

Elektronisches Publizieren

Möglichkeiten zur Open-Access-Veröffentlichung bieten Verlage mit einem Geschäftsmodell für Open Access, bei dem Autorinnen und Autoren Publikationsgebühren (APCs) zahlen. Man unterscheidet aktuell mehrere Publikationswege.

 

Goldener Weg -  Der „goldene Weg“ bezeichnet die Erstveröffentlichung wissenschaftlicher Publikationen in Open-Access-Zeitschriften oder Open-Access-Monographien. Der durchlaufende Qualitätssicherungsprozess entspricht für gewöhnlich dem, der auch bei Closed-Access-Werken angewandt wird (Peer Review). Die Kosten für die Veröffentlichung werden i.d.R. von den AutorInnen bzw. von deren Institution getragen. Aktuell gibt es an der HdM allerdings noch keine zentralen Publikationsfonds.

 

Grüner Weg -  Als „grüner Weg“ wird die zusätzliche Veröffentlichung einer in einem Verlag bzw. einer Zeitschrift erschienen Publikation auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium bezeichnet, z.B. auf dem von der Bibliothek betreuten Repositorium und Volltext-Server HdM epub. Diese kann zeitgleich mit oder nachträglich zur Veröffentlichung im Verlag erfolgen. In der Regel handelt es sich um den Preprint bzw. Postprint eines wissenschaftlichen Artikels, aber auch die Veröffentlichung anderer Dokumentarten, wie z.B. Forschungsberichte, Monographien oder Arbeitspapiere ist möglich. Die rechtlichen Bedingungen zur Veröffentlichung von Preprints und Postprints variieren von Verlag zu Verlag. Einen Überblick über die verschiedenen Konditionen bietet das Verzeichnis SHERPA/RoMEO. Viele Verlage geben die Konditionen außerdem auf ihrer Website an.

 

Diamond Open Access - Diamond Open Access (OA) bezeichnet Publikationen und Publikationsplattformen, die von allen Interessierten weltweit kostenlos gelesen werden können, und bei denen auch für die Autor*innen keine Kosten anfallen. Dadurch ist Diamond OA eine sehr einfache und faire Form von OA, da niemand durch Bezahlschranken von der Teilnahme am wissenschaftlichen Diskurs abgehalten wird.

Zwei Bespiele bei denen HdM Professoren als Mitherausgebende fungieren sind die Zeitschrift "Spiel, Kultur & Kontext" und das offene Bibliotheksjournal "o-bib".

 

Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer interessanter OA Varianten, wie z.B. das Angebot "Subscribe to Open" aus dem de Gruyter Verlag. Hier werden Zeitschriften aus dem geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich im Subscribe to Open-Modell angeboten und mit Unterstützung der Abonnenten 2022 in den Open Access überführt werden. Die digitalen Ausgaben werden dann unmittelbar unter der Creative Commons Lizenz 4.0 frei zugänglich sein.

 

Weitere Infos

  • Finanzierung von Open-Access:  Auf der OA Plattform findet man umfassend Hinweise zur verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten beim OA
  • SHERPA/RoMEO: Verzeichnis der Verlagskonditionen für die Veröffentlichung von Pre-Prints und Post-Prints (weltweit)

 

Finanzierung von Open-Access-Artikeln

Um von den OA-Vereinbarungen zu profitieren, ist es wichtig, dass man als Autor bei der Einreichung eines Artikels die entsprechende Zugehörigkeit zur HdM Stuttgart angibt sowie die entsprechende E-Mail-Adresse verwendet. Außerdem empfehlen wir, für die Veröffentlichung die Lizenz CC-BY zu wählen. Aktuell gibt es an der HdM keine zentralen Publikationsfonds aber bestimmte Rabatte sind aktuell z.B. durch den Springer-Deal Vertrag  möglich.

 

Beispiel: Springer-Nature-Vertrag - Projekt DEAL

 

  • Publizieren in Gold-Open-Access-Zeitschriften für "Corresponding Authors" seit dem 01.08.2020: Auf die APC-Listenpreise aller Springer-Open und BMC-Titel wird ein Rabatt von 20 % gewährt. Dies gilt nicht für Nature Communications und Scientific Reports.
  • Open-Access-Publizieren in Springer-Subskriptionszeitschriften ("hybrid") für "Corresponding Authors" seit dem 01.01.2020.

 

Beachten Sie bitte die weiteren Details der DEAL-Vereinbarung

 

 

Ihre Ansprechpartner an der HdM beim Thema Open Access sind Bibliotheksleiter Herr Friedling (friedling@hdm-stuttgart.de) und Frau Wenzel (wenzel@hdm-stuttgart.de) vom IAF