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Hochschule der Medien

Verwandtschaft

HdM - We Are Family (1)

Bei der Studienwahl legen angehende Studenten in der Regel großen Wert auf die Meinung von Familie, Freunden und Bekannten. Denn sie können mit ihren gesammelten Erfahrungen und Empfehlungen das Abwägen von Hochschulen und Studiengängen erleichtern. Am gleichen Ort oder vielleicht sogar dasselbe zu studieren, wie die Geschwister oder Eltern vor einem, kommt aber nur selten infrage. An der Hochschule der Medien (HdM) scheint das etwas anders zu sein …

"Ich will nicht in irgendwelche Fußstapfen treten, sondern meine eigenen hinterlassen." So oder so ähnlich könnte einer der Gedanken ausgesehen haben, die man sich als angehender Student bei der Suche nach dem passenden Studiengang und der richtigen Hochschule gemacht hat. Dass die Meinung der eigenen Verwandtschaft aber oft entscheidender ist, als man sich vorstellen kann, wird an der HdM in vielen Fällen deutlich. Immer wieder trifft man auf Geschwisterpaare oder Cousins und Cousinen. Oft waren aber auch schon die Eltern an der HdM und ihren Vorläufereinrichtungen eingeschrieben.

Diplomarbeit im "Steinzeit-Word"

Katharina Zürn studiert Verpackungstechnik, wie ihr Vater Stefan vor ihr. Foto: Privat
"Mein Vater Stefan hat 1990 sein Diplom an der HdM gemacht. Damals hieß sie allerdings noch Fachhochschule für Druck. Ich habe eigentlich nie daran gedacht, dass ich vielleicht an 'seiner' Hochschule studieren könnte, weil ich auf keinen Fall dasselbe machen wollte. Mittlerweile studiere ich aber tatsächlich genau dasselbe - Verpackungstechnik und bin im fünften Semester", sagt Katharina Zürn und erzählt weiter: "Als mein Papa studiert hat, gab es den Studiengang als Ingenieurstudiengang nur in Stuttgart und Berlin. In seinem Semester waren damals nur insgesamt sieben Studenten, die alle männlich waren. Er meinte, die größte Schwierigkeit bestand darin, dass es kein Internet gab. Man hat keine Skripte bekommen und musste in jede Vorlesung gehen, um die Infos zu erhalten, die man für die Prüfungen gebraucht hat. Er musste damals zwei Praxissemester machen. Das fand er ziemlich gut, weil man so noch mehr Einblicke in die Berufswelt bekommen konnte. Er hatte schon während des letzten Semesters seinen anschließenden Job sicher, weil er dort seine Diplomarbeit geschrieben hat. Auch alle seine Kommilitonen sind direkt in den Beruf gestartet, weil die Unternehmen unbedingt Fachkräfte gebraucht haben." Seitdem hat sich aber auch noch anderes deutlich verändert, sagt Katharina. "Von den Anforderungen her, also von dem, was man leisten musste, ist es nicht vergleichbar mit dem, was heute erwarten wird, sagt mein Papa. Ich hatte im ersten Semester Projekte, die seine Diplomarbeit hätten sein können. Er erzählt auch immer wieder von dem Rechner, an dem er seine Diplomarbeit im 'Steinzeit-Word' geschrieben hat. Mittlerweile ist er aber nicht mehr in der Branche tätig und macht etwas ganz anderes. Er hat die Firma von seinem Vater übernommen und ist jetzt im Vertrieb. Die meisten seiner Kommilitonen sind immer noch in der Verpackungsbranche tätig und haben gute Jobs. Sie treffen sich alle mindestens einmal im Jahr und haben weiterhin guten Kontakt."

Der Einfluss der Eltern

Susanne und Alex Schickel haben sich auf der HdM kennengelernt. Foto: Privat
Auch Paul Schickel, der im zweiten Semester Verpackungstechnik studiert, hat es zu großen Teilen seinen Eltern Alex und Susanne zuzuschreiben, dass er an der HdM gelandet ist. "Wir haben uns 1985 im Sommersemester im ehemaligen Audimax in der Vorlesung 'Druckformherstellung' von Professor Hans Rösner kennengelernt", erzählen die beiden, die Wirtschaftsingenieurwesen Druck (Alex Schickel) und Werbewirtschaft und Werbetechnik (Susanne Schickel) studiert und im Wintersemester 1988/1989 ihren Abschluss gemacht haben. Für Alex sei das HdM-Studium die "perfekte Ausbildung" zur Übernahme des elterlichen Unternehmens gewesen. Seine Frau Susanne fand dagegen nicht alle Vorlesungen im Bereich Werbung gut. "Trotzdem haben wir die Fachhochschule als sehr gute Hochschule kennengelernt, was natürlich mit ein Anlass dafür war, mit unseren Kindern die Infotage der HdM zu besuchen und ihnen die Einrichtung zu zeigen." Offenbar ein ausschlaggebender Punkt für Paul: "Meine Eltern haben mich schon etwas beeinflusst, weil sie viel aus ihrer Studienzeit erzählt haben und mir mehrfach die HdM gezeigt haben. Weil ich aus Pforzheim komme, war auch das Argument 'weit genug weg, aber nah genug an Zuhause' sehr überzeugend."

David Groß

VERÖFFENTLICHT AM

15. Januar 2018

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