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Hochschule der Medien

Fußball-WM am Kap

"Unser" Südafrikaner in Stuttgart

Professor Dr. Uwe Schlegel, ehemaliger Rektor der Hochschule der Medien, lebt seit 2006 abwechselnd in Deutschland und Südafrika. In der Nähe seines Heimatortes am Kap, George (Gardenroute), sind die Nationalteams aus Japan und Frankreich untergebracht. Wir haben ihn nach seinen WM-Eindrücken befragt.

Rosel und Uwe Schlegel

Rosel und Uwe Schlegel

Herr Prof. Schlegel, wo sind Sie gerade?

In Stuttgart.
 
Sehen Sie sich WM-Spiele an?

Ja.

Welche?

Vorzugsweise die Spiele der deutschen Mannschaft und die der Bafana Bafana.

Wo verfolgen Sie die Spiele?

Zuhause oder bei Freunden. Sollte eines der oben genannten  Teams ins Halbfinale oder Finale kommen, werde ich mir Public Viewing-Events gönnen.

Haben Sie einen Favoriten?

Dazu reichen meinen aktuellen Kenntnisse über die favorisierten Teams nicht nicht aus.

Wem wünschen Sie den Erfolg?

Der Bafana Bafana und Deutschland.

Wie haben Sie die Stimmung im Land erlebt?

Ich habe in Südafrika seit vier Jahren die Freude über die WM immer mehr wachsen gesehen. Nur zur Illustration: Bei einer Verkehrskontrolle im letzten Dezember hatte ich keine Papiere dabei. Das kostet normalerweis etwa 50 Euro. Die Worte Bafana Bafana bewirkten das kleine Wunder, unbehelligt weiterfahren zu können.

Wie ist die Atmosphäre?

Das ist mit "Freude schöner Götterfunken" gut beschrieben. Dabei muß man bedenken, dass die Südafrikaner sehr viel offener und freundlicher sind als wir Deutsche. Ein Lächeln oder ein Lied auf den Lippen der Supermarktangestellten - wann erlebt man das hier in Deutschland? Ähnliches kann man erleben mit der Frage: Can i help you?

Haben Sie Veränderungen bemerkt?

In Südafrika: ein über die Jahre stetig ansteigender Stolz über die WM verbunden mit großer  freudiger Erwartung. In Deutschland: das peinliche Verstummen der Kassandrarufe: Kriminalität, die Stadien werden nicht fertig, die Organisation wird im Chaos versinken. Unsere Berufskatastrophenhysteriker sind ja nun auf die Nase gefallen!

Gab es kuriose Erlebnisse rund um den WM-Start?

Ich bin schon seit Ende April wieder in Deutschland und kann über die Ereignisse in Südarfrika nichts berichten. Kurios fand ich hier die Verbots-Diskussion über die Vuvuzelas. Verwunderlicherweise glauben viele, dass man Afrikaner nur unter Verzicht auf ihre Kultur in die Fußballfamilie aufnehmen kann.

Kerstin Lauer

VERÖFFENTLICHT AM

15. Juni 2010

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