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Hochschule der Medien

Medienwirtschaft

Wie Social Media Medienmarken in Schwung bringt

Beim 3. Studiengangstag Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart diskutierten Medienexperten am 13. Mai darüber, wie man Marken mithilfe von klassischen und neuen Medien managt.

Johannes Sommer und Veit Mathauer (von links)

Johannes Sommer und Veit Mathauer (von links)

Rund 100 Zuhörer verfolgten die Diskussion

Rund 100 Zuhörer verfolgten die Diskussion

Moderator Lars Rinsdorf (links) mit Gesprächspartnerin Ingrid Felgenträger

Moderator Lars Rinsdorf (links) mit Gesprächspartnerin Ingrid Felgenträger

In seiner Einführung betonte Moderator Lars Rinsdorf, Professor im Studiengang Medienwirtschaft der HdM, die steigende Bedeutung der Markenpositionierung angesichts der Medienvielfalt. Eine zentrale Rolle komme dabei dem Thema Social Media zu, das für etablierte Marken wie auch für neue Player sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

"Weggelaufene" wieder erreichen

Für Ingrid Felgenträger, Landessenderdirektorin Baden-Württemberg und stellvertretende Intendantin des Südwestrundfunks (SWR), sind soziale Medien Angebote, um „Weggelaufene" wieder zu erreichen. Der SWR stehe vor der Herausforderung, dem Zuschauer die Bedeutung der Marke SWR nahe zu bringen. Aus diesem Grund nutze der Sender gezielt besonders beliebte Formate, wie etwa Nachrichtensendungen, bei seinem Social Media Auftritt: „Wir setzen dabei auf unsere Stärken Regionalität, schnelle und kompetente Information", so die Landessenderdirektorin.

Die eigentliche Aufgabe nicht vergessen

Auch Johannes Sommer, Leiter des Bereichs Marketing & Verkauf der Südwest Presse Online-Dienste GmbH aus Ulm, gestand, für seinen Verlag noch nicht die endgültige Social Media Strategie gefunden zu haben. „Die Frage ist: Was sind wir und wie transportieren wir genau das ins Social Web?", so Sommer. Der gute Ruf der klassischen Marke Südwest Presse helfe dem Verlag, in Social Media wahrgenommen zu werden. Allerdings dürfe der Verlag seine eigentliche Aufgabe, den Print-Journalismus, nicht vergessen. Auf lange Sicht sei es sinnvoll, die Social Media Aktivitäten vom klassischen Namen zu trennen, erklärt Sommer.

Stephen Schuster, Leiter des Markenmanagements der WMF AG aus Geislingen an der Steige, betonte die Bedeutung der klassischen Medien in Kampagnen seines Unternehmens. Jedoch habe auch WMF erkannt, dass man weniger wahrgenommen werde, wenn man nicht im Social Web aktiv sei. Noch wichtiger sei allerdings, zu wissen, was im Netz über die eigene Marke gesprochen wird - Stichwort: Social Media Monitoring.

Größere Bandbreite

Der Geschäftsführer der Stuttgarter PR-Agentur Sympra, Veit Mathauer, beobachtet, dass Inhalte häufig von der Fachpresse zu sozialen Medien abwandern. Social Media habe aber Print noch nicht den Rang abgelaufen. Stattdessen gebe es heute eine deutlich größere Bandbreite an Medien. Das größte Problem vieler Unternehmen bei Social Media Aktivitäten sieht Mathauer darin, dass nach anfänglichem Elan schnell der Drive verloren gehe.

Veit Haug, Leiter des Geschäftsbereichs Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, meinte: „Unternehmen müssen die Möglichkeit haben, zu lernen, wie man Social Media einsetzt, ohne die Marke zu gefährden." Ein gelungenes Beispiel sei für ihn das Portal „Brezel.me - Storys from Stuttgart-City" der Stuttgarter Zeitung. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Beteiligung der Menschen in sozialen Netzwerken immer wichtiger wird und dazu beiträgt, Medienmarken positiv zu entwickeln.


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VERÖFFENTLICHT AM

18. Mai 2011

KONTAKT

Prof. Dr. Boris Kühnle

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2246

E-Mail: kuehnle@hdm-stuttgart.de

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