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Das Phänomen Bachelor

Viele Studenten sorgen sich um ihre Zukunft. Sie halten den Bachelor nicht für einen angemessenen Abschluss. Mit einigen Klischees, die am Bachelor haften, kann mit einer Studie aufgeräumt werden. Dennoch gibt es beim Bachelor und Master noch viele Baustellen.

Screenshot PDF "Mit dem Bachelor in den Beruf"

Screenshot PDF "Mit dem Bachelor in den Beruf"

Für die repräsentative Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, die gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und der HIS Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover durchgeführt wurde, wurden rund 9.000 Studierende und über 1.500 Unternehmen befragt. Ergebnis der Studie: Insgesamt 55 Prozent der befragten Studenten sind sich sicher, nach dem Bachelor einen Master absolvieren zu wollen. Die Studenten erkennen somit den Bachelor-Grad nicht als vollwertigen Hochschulabschluss an und wollen sich mit dem Master persönlich weiterbilden sowie ihre Berufschancen verbessern. Dabei streben über drei Viertel der Universitätsstudenten einen Master an - und damit deutlich mehr als Studierende von Fachhochschulen mit rund 50 Prozent.

Unternehmen akzeptieren Bachelor

Die Studie zeigt auch: Unternehmen sind mit Bachelorabsolventen grundsätzlich zufrieden. Die Arbeitslosenquote liegt mit 3 Prozent - ein üblicher Wert für Akademiker - auf einem niedrigen Niveau. Bei den Einstiegsgehältern gibt es wenig Unterschiede zwischen den Berufseinsteigern mit Diplom oder Bachelor. Bei zwei Dritteln der Unternehmen (befragt wurden 1.527 Unternehmen) erhalten Bachelorabsolventen das gleiche Einstiegsgehalt wie die Absolventen mit Diplom-Abschlüssen. Nach drei bis fünf Jahren im Unternehmen erhalten Bachelorabsolventen in fast jedem Unternehmen dasselbe Gehalt wie die ehemaligen Diplomabsolventen.

Überfrachtet und zu wenig Praxis

Dennoch herrscht Unzufriedenheit: Von den befragten Studenten wird weiterhin kritisiert, dass Bachelor-Studiengänge stofflich überfrachtet seien. Auch 76 Prozent der Unternehmen wünschen sich einen höheren Praxisbezug der Lehrinhalte, gefolgt von dem Wunsch nach einer besseren Vermittlung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.

Weiterhin Angst um einen Masterplatz

Zudem herrscht bei den Bachelorabsolventen weiterhin Sorge, einen Masterplatz zu bekommen. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sieht hier keine Probleme. In einem Interview in der Onlinezeitung ZEIT ONLINE weist sie auf die Übersicht der Kultusministerkonferenz hin und merkt an, dass es genügend Plätze für diejenigen gibt, die einen Master machen wollen. Die Studenten sollten flexibel sein, wenn sie für einen Master in eine andere Stadt ziehen müssten. Bachelor-Studenten fordern laut suedddeutsche.de dagegen einen Master-Rechtsanspruch an ihrer eigenen Hochschule.

Zur Problematik der doppelten Abiturientenzahl und der Bundeswehrreform sagt Schavan: „Wir haben vorgesorgt. [...] Wir werden in den nächsten fünf Jahren bis zu 335.000 neue Studienplätze schaffen."

 

Claudia Langer

Quellen "Das Phänomen Bachelor"

VERÖFFENTLICHT AM

25. Mai 2011

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