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Hochschule der Medien

TV-Serien, Teil 5 von 6

Zwischen Herzschmerz und Rache


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Sex, Drugs and Hollywood

© Paramount Home Entertainment

Schwarzer Humor in einer Satire, die das Leben der Reichen und Schönen in Hollywood mal von einer anderen Seite zeigt: Californication. Die US-amerikansische Fernsehserie wird seit 2007 vom Pay-TV-Sender Showtime produziert und umfasst bereits fünf Staffeln. Aufgrund ihres pikanten Inhalts ist sie außerdem mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren versehen. Die Hauptfigur Hank Moody wird von Schauspieler David Duchovny gespielt. Als unproduktiver Schriftsteller lebt er sein Lotterleben in Los Angeles mit wechselnden Sexpartnerinnen und einem Hang zu selbstproduziertem Chaos. Dem entgegen gesetzt, ist er sehr besorgt um seine 12-jährige Tochter Becca (Madeleine Martin) und sehnt sich nach einem Familienleben mit ihr und seiner Ex-Freundin Karen (Natasha McElhone), die gleichzeitig die Mutter seiner Tochter ist. Die Serie zielt mit den amourösen Abenteuern und Verstrickungen wohl eher auf eine männliche Zielgruppe. Wiederkehrende Themen wie Sexualität, Promiskuität, Alkohol und Drogen zeigen dem Zuschauer Hollywood jenseits der Glanz-und-Glamour-Seiten.

Das Leben Heinrich VIII.

© Sony Pictures Home Entertainment

Liebe, Intrigen, Tod und Macht prägten das dramatische Leben von Heinrich VIII. Der König von England und Irland wird vielen noch aus dem Geschichtsunterricht im Gedächtnis geblieben sein: Der Monarch, der bereits als Zehnjähriger den Thron bestieg und dessen erste Frau keine männlichen Nachfolger zur Welt brachte. Eine Scheidung war in der römisch-katholischen Kirche nicht möglich, so dass er exkommuniziert wurde und sich dann selbst zum Oberhaupt der englischen Kirche erhob. Die wichtigsten Ereignisse im Leben des Herrschers wurden in der Serie "Die Tudors" (2007 bis 2010) verfilmt. Heinrich VIII. war der zweite Herrscher des walisischen Geschlechts, das im 16. Jahrhundert über England herrschte. Trotz fiktionaler Elemente sind die 38 Episoden, aufgeteilt auf vier Staffeln, auch etwas für Geschichtsinteressierte. Die erste Staffel drehte sich noch um Heinrich VIII. und seine erste Frau, also etwa 1518. Anschließend folgt ein Sprung in die 1530er Jahren und endet kurz vor seinem Tod. 2008 wurde die Serie für den Golden-Globe nominiert. Sie konnte sich jedoch nicht gegen die US-Serie "Mad Men" durchsetzen.

Bleistiftröcke und Affairen

© Universal

Anfang der 1960er Jahre trugen die Sekretärinnen Spitztüten-BHs, tiefe Ausschnitte und enge Bleistiftröcke, während sie mit ihren Vorgesetzten, die sich im maßgeschneiderten Anzug und stets mit Zigarre präsentieren, Affären hatten. So wird es zumindest in der seit 2007 produzierten Serie „Mad Men“ dargestellt. Einer von ihnen ist Don Draper (gespielt von Jon Hamm), der aus dem Nichts zu einem erfolgreichen Werbefachmann in einer Manhattaner Werbeagentur aufstieg. Auch er hatte eine Frau zu Hause und zugleich Affären am Arbeitsplatz. Wie seine Kollegen. Die Geschlechterrollen waren klar verteilt, wie es zu jener Zeit üblich war, als John F. Kennedy Präsident war, die Kuba-Krise vor der Tür stand und Marilyn Monroe noch lebte. In über 65 Episoden dreht es sich um das Leben von Draper und den Mitarbeitern in der Agentur. Interessant ist auch die Rolle von Joan Holloway (gespielt von Christina Hendricks), der Chefsekretärin, die auf die richtige Rocklänge der Mädchen oder die Verschwiegenheit der Affären achtet. In der Serie gibt es auch immer wieder Anspielungen auf die anstehenden gesellschaftlichen Veränderungen, wozu die Emanzipation der Frauen oder die Bürgerrechtsbewegung gehören. Der Erfolg der Serie wurden bereits mit mehreren Golden Globes und Emmys bestätigt.

Vom Weg in die Kriminalität

© Sony Pictures Home Entertainment

Walter White ist Lehrer für Chemie, als Alleinverdiener kann er seine schwangere Frau und seinen körperlich behinderten Sohn nur mit Mühe versorgen. Als er die niederschmetternde Diagnose Lungenkrebs bekommt, gerät Walter auf die schiefe Bahn. Er beginnt Drogen zu produzieren und sie zu verkaufen, um seine Familie auch nach seinem Tod versorgen zu können. Der Zuschauer verfolgt im Laufe der Serie die schleichende Kriminalisierung der Hauptperson. "Breaking Bad" (Erstausstrahlung 2008) ist eine der erfolgreichsten aber auch umstrittensten TV-Serien der vergangenen Jahre. Der Inhalt sorgte aufgrund der Kritik am amerikanischen Gesundheitssystem bereits im Vorfeld für große Diskussionen. Auch die Produktionskosten sind mit durchschnittlich drei Millionen Euro pro Folge ungewöhnlich hoch. Um die neu anlaufenden Staffeln der Serie im Internet zu bewerben, nutzen die Macher kreative virale Kampagnen. Dabei konnte man zum Beispiel einen Videoausschnitt der Serie personalisieren und per Mail versenden.

Franziska Böhl

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Carolin Stäblein

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Christina Walzner


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VERÖFFENTLICHT AM

11. September 2012

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