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Hochschule der Medien

Internet-Meme

Skurrile Tierparade

Quietschende Frösche, sprechende Hunde und schielende Opossums: Immer wieder wurden Tiere zu Internetstars. Der Hype um Internet-Meme begann bereits in den 1980er Jahren: Heute gibt es zahlreiche Videos, die millionenfach angeklickt wurden. Hier eine Auswahl an lustigen Videos und Bildern, um den Semesterstart zu erleichtern.

Der Frosch wird gerade zum Internetstar, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Der Frosch wird gerade zum Internetstar, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Die Keyboard-Katze ist eines der ältesten Internet-Meme, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Die Keyboard-Katze ist eines der ältesten Internet-Meme, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Heide, das schielende Opossum, hatte bereits einen Song, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Heide, das schielende Opossum, hatte bereits einen Song, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Koboldmaki haben alienartige Augen, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Koboldmaki haben alienartige Augen, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Wenn Boo einen Knopf im Ohr hätte, wäre er ein "Steiff"-Tier, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Wenn Boo einen Knopf im Ohr hätte, wäre er ein "Steiff"-Tier, Foto: Screenshot von www.youtube.de

Der jüngste Internetstar ist der Namaqua Regenfrosch aus Südafrika: Den knapp fünf Zentimeter großen Lurch bekommen Beobachter nur selten zu sehen, denn er lebt meist unter der Erde. Um sich vor Feinden zu schützen, kann er sich aber kugelrund aufblähen und dabei hohe, quietschige Töne abgeben, die ironischerweise auch „Kampfschrei“ genannt wurden.

Der springende Elefant

Internet-Meme gibt es aber schon lange. Eines der ältesten Videos ist das der Keyboard-Katze von 1984. Es zeigt Charlie Schmidts Katze Fatso, wie sie euphorisch auf einem Keyboard spielt. Zweieinhalb Jahre nachdem das Videoportal YouTube 2005 auf den Markt war, stellte Schmidt sein Video dort ein. Katzen gehören neben Hunden zu den beliebtesten Tieren im Internet: 2005 entstand die kollektive Idee der "LOL-Cats", einer großen Ansammlung an lustigen Katzenbildern auf einer eigenen Webseite, darunter schlafende, unschuldig oder böse blickende Katzen oder welche, die Kung Fu können oder Rehe jagen.

Schon seit vielen Jahrzehnten ist auch der Tuffi-Elefant bekannt: Das kleine Elefantenmädchen sollte im Juli 1950 als PR-Aktion für einen Zirkus mit der Wuppertaler Schwebebahn fahren. Dann bekam es Angst und sprang hinunter ins Wasser. Ihr passierte nichts und ihren Namen werden die Wuppertaler auch nicht mehr vergessen, denn die ansässige Molkerei nutze ihn für ihr neues Milchprodukt, die Tuffi-Milch.

Sieh mal einer an!

Andere Tiere wurden vor allem durch ihr Aussehen bekannt. Beispielsweise wurde der blinde chinesische Schopfhund Sam aus Californien 2003 bis 2005 zum hässlichsten Hund der Welt gewählt. Der fast felllose Hund mit der faltigen braunen Haut stach vor allem durch sein Gebiss mit den abstehenden Zähnen und seine mit Knoten und Nägeln überwachsenen Pfoten hervor. Der 14-jährige Rüde hätte den Titel sicher noch länger behalten, wenn er Ende 2005 nicht an Altersschwäche gestorben wäre.

Durch ihre schielenden Augen wurde auch Opossum Heidi aus dem Leipziger Zoo zum Star. Der Hype schien sich ähnlich wie bei Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo zu entwickeln, denn schnell hatte Heidi eine eigene Facebook-Seite und einen Song. Allerdings ist die dreieinhalbjährige Beutelratte Ende 2011 an Altersschwäche gestorben. Auffällige Augen haben auch die kleinen Koboldmakis. Die nachtaktiven affenähnlichen Primaten können ihre Augen sehr weit aufreißen ... 

"Oooh, wie süss!"

Anders bei den zahlreichen Beispielen, die selbst jedem Erwachsenen ein "Oooh, wie süss!" entlocken: Dazu gehört auch der kleine Boo. Der kuschelige Hund sieht aus wie ein Teddy-Bär. Auch schlafende Tiere lassen immer wieder den "Oooh"-Effekt aufkommen, wie ein junger Hase und eine schnarchende Maus bestätigen. Im Gegensatz zum Hasen wacht die Maus nicht einmal auf, während sie auf dem Arm getragen wird, aber Schlafmäuse verschlafen ohnehin zwei Drittel ihres Lebens.

Süss sind meist auch Tierbabys, selbst wenn sie ihre Mutter verschrecken, wie das kleine niesende Pandakind. Eines der meist gesehenen Videos mit tierischem Nachwuchs ist das einer Entenfamilie: Während die Mutter mit ihren Jungen über einen Parkplatz läuft, werden sie plötzlich von einem heftigen Windstoß durcheinander gewirbelt. Es dauerte ein wenig, bis alle wieder in die Reihe gefunden haben und der Marsch fortgesetzt werden kann.

Wenn Hunde sprechen

Über zehn Millionen Mal wurde zum Beispiel ein Video von Eisbären und Eskimohunden angesehen, in dem beide Tierarten unbekümmert miteinander kuscheln. Einer der bekanntesten Huskys ist aber der, der seinem Herrchen "I love you" nachspricht. Mit fast 82 Millionen Klicks gehört es zu den meist gesehenen Tiervideos im Netz.

Franziska Böhl

VERÖFFENTLICHT AM

07. März 2013

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