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McDonalds-Kampagne

1 + 1 = Trash?

In seiner Kampagne zum McDonald's-Sparangebot „1 + 1 = 2“ brennt der Fast Food-Riese ein wahres Feuerwerk an deutschen Stars und Sternchen ab, darunter Moritz Bleibtreu, Alexandra Maria Lara, Jürgen Vogel und Oliver Korittke. Bei den Fans hinterlässt das Engagement der Stars allerdings vor allem verbrannte Erde.

Zur Detailansicht Oliver Korittke, Alexandra Maria Lara, Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu als McDonald's-Produkte (Foto: McDonalds Deutschland)

Oliver Korittke, Alexandra Maria Lara, Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu als McDonald's-Produkte (Foto: McDonalds Deutschland)

Zur Detailansicht Sänger Cro und Joko Winterscheidt als Hamburger (Foto: McDonald's Deutschland)

Sänger Cro und Joko Winterscheidt als Hamburger (Foto: McDonald's Deutschland)

„Viel hilft viel" muss sich Martin Nowicki gedacht haben. Mit „1 + 1 = 2" hat der neue Marketing-CMO bei McDonald's Deutschland seine erste und durchaus außergewöhnliche Kampagne geliefert. Hamburger, Cola und Softeis sind wie gewohnt prominent vertreten, jedoch verkörpert durch eine stattliche Gesandtschaft der deutschen Film-, Fernseh- und Musikelite. Moritz Bleibtreu, Joko Winterscheidt und Sänger Cro buhlen in weißen T-Shirts und mit „Royal TS", „Apfeltasche" oder „Chicken Burger" auf der Brust um die Gunst der allseits beliebten Cola Light alias Alexandra Maria Lara. Mit anderen Worten: Burger plus Getränk gibt's für zwei Euro.

Von „McDoof" zur Star-Marke

Eigentlich eine ganz einfache Message, die ohne die schon dagewesene Anpreisung von Geschmack, Frische oder Produktherkunft auskommt. Dazu sorgen die vielen Prominenten für Aufmerksamkeit. Diese Kombination macht die Kampagne reizvoll und passt zu einem neuen Image, weg von „McDoof", hin zur hippen In-Marke, deren Produkte eigentlich selbst schon Stars sind. Wäre da nicht der platte Dating-"Witz", der so gar nicht der schauspielerischen Qualität der Beteiligten entspricht. Coke Light Alexandra Maria Lara bringt es auf den Punkt: es dürfen alle mit allen „kombiniert" werden, es darf nur nicht mehr als 2 Euro kosten. Zwinker, zwinker. Das findet Cheeseburger Moritz Bleibtreu „ganz geil".

Shitstorm für die Medien-Stars

Doch nicht nur der recht banale und trashige Inhalt der Werbesprüche sorgte schon für Kritik. Vor allem die Schauspieler mussten ordentlich einstecken. Auf den Facebook-Seiten von Bleibtreu, Vogel und Co. löste das Werbeengagement für McDonald's einen wahren Shitstorm aus. Die Fans fühlten sich verraten, bekundeten Enttäuschung oder bezichtigten ihre Idole schlicht der Geldgier. Offenbar hat Martin Nowicki bei den Fans der angeheuerten Stars doch noch Einiges zu tun in Sachen Image-Wechsel. Denn auf dem YouTube-Channel von McDonald's Deutschland haben die Spots überwiegend positive Klicks eingeheimst.

Gute Idee mit Luft nach oben

Grundsätzlich ist die Idee, eine einfache Message mit einem enormen Staraufgebot zu bewerben, humorvoll und sympathisch übertrieben. McDonald's hat hier klar seine große Bekanntheit und die finanziellen Möglichkeiten genutzt. In der Umsetzung jedoch hätte der Konzern das große Potenzial seiner Protagonisten mit etwas anspruchsvollerem Humor besser nutzen können. Es fragt sich auch, ob die Beteiligten selbst die negative Fanreaktion nicht hätten absehen können, ist doch das Bild von McDonald's durch diverse Skandale um unter anderem Lieferant Wiesenhof nicht ganz blütenrein. Trotzdem machen die Spots Spaß und liefern den Trash-Fans unter den Zuschauern zumindest ein paar Schenkelklopfer. Und besser als ein weiterer Hackfleisch-Bratling auf lodernder Flamme ist diese Idee allemal.

 

Quellen:   horizont.de

               mcdonalds.de

               meedia.de

 

 

Alexandra Peschke

VERÖFFENTLICHT AM

30. August 2013

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