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Hochschule der Medien

Dokumentation

HdM-Absolvent dreht für Forschungsprojekt "Future Megacities"

Das Forschungsprojekt "Future Megacities", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, untersucht die Entwicklung von Megastädten weltweit. Marcus Mangeot, der an der Hochschule der Medien (HdM) seinen Master im Studiengang Elektronische Medien gemacht hat, drehte mit einem Team aus weiteren HdM-Absolventen die dokumentarische Webserie zu den einzelnen Städten.

Impressionen aus der Webserie "Future Megacities"

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Marcus Mangeot inmitten einer Kinderschar in Indien. Foto: Casjen Ennen

Marcus Mangeot inmitten einer Kinderschar in Indien. Foto: Casjen Ennen

Nach seinem Studienabschluss im April 2012 hat sich Marcus Mangeot als Mediengestalter in Stuttgart selbstständig gemacht. Noch während er seine Masterarbeit schrieb, wurde er über eine Ausschreibung im Jobportal der HdM auf das Projekt "IGNIS" aufmerksam, das Teil des Großprojekts "Future Megacities" ist, und sich der Abfallproblematik der Stadt Addis Abeba in Äthiopien widmet. In der Ausschreibung wurde jemand gesucht, der einen Infofilm zum Projekt dreht. Der 33-Jährige bewarb sich, bekam den Zuschlag und drehte mit Lennart Peters, ebenfalls HdM-Absolvent, den knapp 30-minütigen Film "Future Cities - The IGNIS Project".

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem BMBF

Im Anschluss daran bewarb sich Mangeot um das Projekt "Future Megacities", wurde ausgewählt und realisierte in nur neun Monaten, gemeinsam mit einem Team aus 10 weiteren HdM-Absolventen nochmals zehn Filme als Webserie in Zusammenarbeit mit dem BMBF. Das Forschungsprogramm "Future Megacities" fördert die Entwicklung von innovativen Lösungen und Konzepten in den Themengebieten Bauen und Wohnen, Ernährung und städtische Landwirtschaft, Gesundheit und Lebensqualität, Stadtplanung und Regierbarkeit, Energieversorgung und -verbrauch, Mobilität und Verkehr, Wasserversorgung, Abfallbehandlung und Umweltmanagement für Megastädte in China, Indien, dem Iran, Marokko, Peru, Äthiopien, Südafrika und Vietnam.

Die Filme von Marcus Mangeot betrachten die Probleme dieser rasant wachsenden Megastädte und geben einen Einblick in den "Werkzeugkasten" der Forschungsprojekte, der mit anwendungsorientierten und übertragbaren Lösungen für den Umgang mit den Herausforderungen Energieeffizienz, Ressourcenverbrauch und Klimaveränderungen entwickelt wurde. In etwa 100 Interviews erläutern Entscheidungsträger, Projektbeteiligte und Wissenschaftler die Herausforderungen und nachhaltige Strategien für urbane Wachstumszentren. So zeigen die Filme komplexe Zusammenhänge aber auch praktische Lösungen, die beispielweise zeigen, wie man ein Grillfeuer, ohne große Rauchbildung machen kann. "In manchen Townships in Afrika leben zwei Millionen Menschen. Die Schadstoffbelastung der stark rauchenden Feuerstellen, die sich dabei bildet, wenn jeder ein Feuer macht, kann durch einen simplen Trick enorm verringert werden."

Hohe Situationskompetenz trotz Kulturschock

Gedreht wurde zu jeder Megacity eine Woche vor Ort. Neben Marcus Mangeot war in jedem Land ein weiteres Teammitglied dabei, um die Möglichkeit zu haben, immer mit zwei Kameras zu drehen. Außer im Iran: "Wegen der angespannten Lage im Iran wollte das Forschungsteam nicht, dass wir nach Teheran reisen. Dort hat Ali Mokhtarzadeh die Aufnahmen für uns gemacht." Besonders herausfordernd war es, sich innerhalb einer Woche immer wieder in die neuen bilateralen Projektteams des jeweiligen Landes, das Themengebiet und die Begebenheiten einzufinden: "Wir hatten nur kleines Equipment dabei, um möglichst agil und unauffällig drehen zu können. So sind wir auch an Aufnahmen gekommen, die vielleicht nicht entstanden wären, wenn wir wie ein Filmteam gewirkt hätten." Außerdem seien sie so in gefährlichen Gegenden nicht aufgefallen. Überwältigt war Marcus Mangeot besonders von den Eindrücken in China und Vietnam: "Es war unglaublich, wie viele Menschen dort in den Städten Leben und unterwegs sind. Man muss es selbst sehen, um sich einen Begriff von den Dimensionen zu machen." Für ihn und die meisten anderen Teammitglieder war es das erste Mal, dass sie raus aus Europa waren: "Der Kulturschock in manchen Gegenden war immens. Da habe ich erstmals realisiert, wie gut es uns in Deutschland geht."

Neues Projekt und Filmfestivals

Für seine Filme hat der 33-Jährige wieder positives Feedback bekommen: Er ist an einem weiteren, fünfjährigen Wissenschaftsprojekt beteiligt. Seine Filme zu den Future Megacities werden nicht nur von den Forschungsteams gelobt, sie sind auch für einige Filmfestivals eingereicht. Vor allem aber bringen sie den Menschen vor Ort etwas und das ist für den 33-Jährigen "das Beste überhaupt."

 

Quellen:
future-megacities.org
www.fona.de

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

05. November 2013

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