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Hochschule der Medien

TV-Serie

Unser Regisseur für Baku

Enes Hakan Tokyay (37) ist ehemaliger Student der Hochschule der Medien (HdM) und arbeitet heute als Regisseur. Sein aktuelles Projekt ist alles andere als gewöhnlich: Er verfilmt Volksliteratur als TV-Serie – und zwar in Aserbaidschan.

Zur Detailansicht Regisseur Enes Hakan Tokyay (rechts im Bild) am Filmset in Baku.

Regisseur Enes Hakan Tokyay (rechts im Bild) am Filmset in Baku.

Zur Detailansicht Tokyay fühlt sich wohl mit seinem Filmteam.

Tokyay fühlt sich wohl mit seinem Filmteam.

Zur Detailansicht Die Szene aus Aydin zeigt die Protagonisten der Serie, die von einer unglücklichen Liebe handelt.

Die Szene aus Aydin zeigt die Protagonisten der Serie, die von einer unglücklichen Liebe handelt.

Zur Detailansicht In der Serie Aydin geht es um große Emotionen. Hin und wieder fließt sogar Blut.

In der Serie Aydin geht es um große Emotionen. Hin und wieder fließt sogar Blut.

Nach seinem Studium der Audiovisuellen Medien an der Hochschule der Medien ist Enes Hakan Tokyay in der ganzen Welt herumgekommen: In rund 40 Ländern hat der deutsch-türkische Regisseur schon Werbe-, Dokumentar- und Spielfilme gedreht. Nun wurde er für ein spannendes Projekt in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, engagiert: Er soll „Aydin", eines der berühmtesten literarischen Werke des Landes, als TV-Serie verfilmen.

Volksliteratur modern interpretiert

„Der Autor Jafar Jabbarli ist hier so bekannt wie Schiller und Goethe in Deutschland", erklärt Tokyay. Die Geschichte über eine tragische Beziehung eines Paares in die heutige Zeit zu transportieren, ist sowohl für das Team als auch für ihn als Regisseur eine große Herausforderung: „Wir wollen die Seele des Werkes beibehalten und es sowohl künstlerisch als auch inhaltlich den Zuschauern in einem neuen Gewand präsentieren."

Aufwand gleicht einer Kinoproduktion

In enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Drehbuchautor Shamkhal Hasani arbeitet er seit Monaten an der achtteiligen Serie. Der Aufwand ist vergleichbar mit dem einer Kinoproduktion. Die Geschichte handelt von einem tragischen Liebespaar - den armen Aydin, der seine geliebte Gueltekin an einen Baulöwen Cevdet zu verlieren droht, obwohl Gueltekin Aydin liebt. Cevdet lässt jedoch nichts unversucht, um Gueltekin für sich zu gewinnen. Eine klassische Liebesgeschichte, die das Filmteam um Tokyay modern interpretiert.

Eine Geschichte über Liebe, Geld und Konsum

„Die Handlung der Serie verspricht jede Menge Romantik - vermutlich zu viel, wenn man den europäischen Maßstab ansetzt", meint Tokyay. „Aber die Aseri, so werden die Einwohner Aserbaidschans genannt, lieben große Emotionen und Themen rund um Liebe, Geld und Konsum." Anders als in anderen Ländern wird jede Serie in Aserbaidschan vollständig vorproduziert. Schon beim Drehbeginn stehen alle Episoden fest. Selbst bei unerwartetem Erfolg werden keine weiteren Folgen gedreht. So können sich Fans von Anfang an auf das Ende der Serie einstellen.

Schöne Landschaftskulissen

Besonders schätzt Tokyay die gute Zusammenarbeit in seinem Filmteam. „Als ich in Baku ankam, empfing mich eine internationale Crew aus Russland, Aserbaidschan und Georgien." Von der Produktion her gebe es kaum einen Unterschied zwischen Deutschland oder Aserbaidschan, erzählt Tokyay. „Allerdings sind die Landschaftskulissen in Aserbaidschan noch schöner." Weil der ehemalige HdM-Student auch Türkisch spricht, konnte er sich wegen der Ähnlichkeit beider Sprachen schnell zurechtfinden. Dank der großen Gastfreundschaft der Aseri hat Tokyay sich schnell in Baku eingelebt.

Ende November on Air

Hinter einer Serie wie Aydin steckt eine Menge Aufwand. Zurzeit heißt es proben, Locations aussuchen, Kulissen bauen   - bis Schauspieler und Kameraleute am Filmset den vertrauten Spruch hören: „Klappe - die Erste!" Die Serie wird Ende November in Aserbaidschan ausgestrahlt. Auf Reaktionen der Zuschauer und Kritiker ist Tokyay jetzt schon gespannt.

 

Mira Kleine

VERÖFFENTLICHT AM

29. Oktober 2013

KONTAKT

Enes Hakan Tokyay
Regisseur
E-Mailtokyay@eatfilm.de

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