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Hochschule der Medien

Auslandssemester in Singapur

"Manchmal vermisse ich die schwäbische Küche"

David Seydel studiert im 4. Semester Online-Medien-Management an der Hochschule der Medien (HdM). Derzeit macht er ein Auslandssemester an der Nanyang Technological University in Singapur. Er schildert uns seine Eindrücke und erzählt von seinem Leben in Asien.

Auslandssemester in Singapur
(Fotos: David Seydel)

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Zur Detailansicht David Seydel auf dem Campus der NTU, Foto: privat

David Seydel auf dem Campus der NTU, Foto: privat

Warum für ein Semester ins Ausland gehen? David Seydel erklärt seine Entscheidung so: Der HdM-Student interessiert sich sehr für den asiatischen Raum und die asiatische Kultur und wollte während seines Studiums die Gelegenheit nutzen, um beides kennenzulernen und eine der renommierten Partneruniversitäten der HdM zu besuchen. Außerdem wollte der 26-Jährige herausfinden, ob sich seine Vorstellungen von Singapur mit der Realität decken: "Ein extrem sauberer, hochentwickelter Stadtstaat, in dem viele verschiedene Ethnien friedlich zusammenleben - ist das Singapur?" Seit dem 1. August 2013 besucht er nun die Nanyang Technological University.

Wie sieht Ihr typischer Alltag in Singapur aus?
Ich stehe auf, frühstücke und fahre mit der MRT und dem Bus in etwa 45 Minuten zum NTU/Campus. Nach dem Besuch der Vorlesung gehe ich in einer der acht Campuskantinen Mittagessen. Meist nutze ich die Zeit danach um noch etwas an den recht zeitaufwendigen Projekten zu arbeiten oder meinen Blog zu aktualisieren. Am Abend steht entweder Sport oder eine gemeinsame Abendgestaltung mit meinen Mitbewohnern oder Kommilitonen auf dem Programm.

Woran haben Sie sich nach den ersten Wochen am schnellsten gewöhnt?
Nicht ständig selbst kochen zu müssen und dennoch vollwertige Mahlzeiten zu bekommen. Es gibt sehr viele Food-Courts, in denen man recht günstig essen kann.

Was vermissen Sie?
Die asiatischen Gerichte sind zwar sehr lecker, aber eine typisch schwäbische Mahlzeit wäre ab und zu nicht schlecht. Auch ein dunkles Brot vom Bäcker sucht man hier eher vergebens.

Hatten Sie nach Ihrer Ankunft einen Kulturschock?
Singapur wird auch als "Asia Light" bezeichnet. Daher stellt es den perfekten Einstieg für Asien dar. Da Singapur in vielen Bereichen stark westlich geprägt ist, gibt es zwar viel Neues und Interessantes für mich zu entdecken, einen Kulturschock habe ich in dem Sinne allerdings nicht erlebt. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich im Vorfeld über das Land, die Menschen und die Kultur informiert habe.

Wie lange vorher haben Sie angefangen, Ihren Auslandsaufenthalt vorzubereiten?
Ich habe mich etwa ein halbes Jahr vorher um den Platz im Ausland beworben. Nach der Zusage Ende Januar 2013 ging es mit den Vorbereitungen los. Man darf die Zeit, die man braucht, um alles vorzubreiten nicht unterschätzen. Viele Fragen sind zu klären: Was mache ich mit meiner Wohnung in Stuttgart während des Auslandssemesters? Wo wohne ich in Singapur? Brauche ich ein Visum, Impfungen oder  eine Auslandskrankenversicherung? Wie finanziere ich meinen Auslandsaufenthalt überhaupt? Bei einigen Fragen wird man sehr gut von der NTU via Email informiert und unterstützt. Neben der Hochschulanmeldung kümmert sich die Singapurer Hochschule auch um die Aufenthaltsgenehmigung oder um eine Unterkunft im Wohnheim auf dem Campus, wobei die Wohnheimplätze auch für Austauschstudenten sehr begrenzt sind. Wer hier die entsprechenden Fristen beachtet und sich durch das ein oder andere Onlineformular gequält hat, hat schon recht wesentliche Dinge für eine gelungene Vorbereitung getan.

Was müssen Studenten beachten, wenn sie einen solchen Auslandsaufenthalt planen?
Vor allem zwei Dinge: Zum einen sollte der zeitliche Aufwand für die Planung nicht unterschätzt werden, zum anderen sollten die Anmeldefristen beachtet werden. Im Gegensatz zu einem Auslandsaufenthalt in Europa sollte man bei einem Auslandsaufenthalt in Asien entsprechende Vorkehrung bezüglich Impfungen treffen. Es gibt natürlich immer Faktoren, die sich schwer planen lassen. Nach der Ankunft in Singapur im August 2013 war beispielsweise meine Wohnsituation immer noch unklar. Rückblickend war das kein Nachteil, da sich vor Ort die Gegebenheiten wohl am besten einschätzen lassen, Wohnungsbesichtigungen und der persönliche Dialog zwischen potentiellen Mitbewohnern möglich sind.

Wie wohnen Sie jetzt in Singapur?
Da die Plätze in den Wohnheimen auf dem NTU Campus sehr beschränkt sind, bekommt nicht jeder Austauschstudent einen Platz. Die Alternative: Entweder eine Gastfamilie oder WG finden oder eine eigene Wohnung mieten. Ich wohne daher jetzt in einem Condo, gemeinsam mit drei Austauschstudenten der HdM und zwei Schwedinnen. Das Schöne an unserer 6er WG: Wir sind alle für ein Semester in Singapur, damit sind viele Interessen oder Freizeitaktivitäten ähnlich.

Was sollten Studenten beachten, die sich ebenfalls für ein Auslandssemester bewerben?
Ich denke insbesondere für das Bewerbungsverfahren sollte man sich bewusst machen, in welchem Land man konkret sein Auslandssemester verbringen möchte und warum es genau dieses Land sein soll und kein anderes. Wer weiß was er möchte und ausreichend informiert ist, kann durch eine Bewerbung oder in Auswahlgesprächen besser überzeugen.

Bei Fragen zu Auslandsaufenthalten und zu Stipendien hilft das Akademische Auslandsamt an der HdM gerne weiter.

 

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

07. November 2013

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Mitra

am 07.11.2013 um 16:35 Uhr

Super schöne Bilder, die Herr Seydel macht!

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