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Hochschule der Medien

Druck- und Medientechnologie

Neue Impulse für die Druckbranche

Die Druckbranche verändert sich: Online-Druckereien können sich vor Aufträgen kaum retten. Währenddessen kämpfen die kleinen Druckereien ums Überleben. Experten werden in beiden Bereichen benötigt. Der Studiengang Druck- und Medientechnologie passt sich mit zwei Vertiefungsrichtungen diesen Veränderungen an.

Die HdM-Redaktion hat sich bei den Studierenden des Studiengangs umgehört. Zwischen zwei Schwerpunkten können sie seit diesem Semester wählen: Während „Graphic Arts Technology" eher dem klassischen Studiengang Druck- und Medientechnologie entspricht, beinhaltet „Digital Publishing" die crossmedialen Zusammenhänge bei der Produktion von Druckerzeugnissen. Neben Programmierung spielt Softwareentwicklung hier eine große Rolle.

Nicht unbedingt in eine Druckerei

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Florian Greiner gefällt die Mischung im Studiengang
Für "Digital Publishing" hat sich auch der 18-jährige Florian Greiner entschieden. Im Gegensatz zu vielen seiner Kommilitonen, die bereits eine Berufsausbildung hinter sich haben, hat er kein Vorwissen. „Dass ich in Richtung Medien gehen wollte, wusste ich schon lang", sagt Greiner. Sein Interesse gilt vor allem der Gestaltung. Doch auch mit den technischen Kenntnissen hofft er, viel anfangen zu können. „Ich finde die Mischung im Studiengang interessant", so der Drucktechnik-Student. Momentan überwiege das Technische: In Greiners Wochenplan stehen neben Informatik und Mathe auch Programmieren und Druckverfahren. Die Theorie in Informatik und die Druckverfahren findet er „relativ zäh". Dafür freut er sich bereits jetzt auf gestalterische Aufgaben und Projekte an den Druckmaschinen, die in den nächsten Semestern folgen. Sein Berufsleben möchte er nicht unbedingt in einer Druckerei verbringen. „Ich möchte später lieber die Vorlage für das Gedruckte am PC erstellen oder Websites entwickeln."

Bessere Chancen mit technischem Know-how

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Siyan Zhou gestaltet gerne Printmedien
Auch die 18-jährige Siyan Zhou hat Interesse an Gestaltung, besonders für Printmedien. Doch damit allein, dachte sie, würde sie nicht weiterkommen. „Mit den technischen Fähigkeiten dahinter schätze ich meine Chancen später höher ein", sagt Zhou. Deshalb hat sie sich für die klassische Studienrichtung „Graphic Arts Technology" entschieden. Das Studium gefällt ihr bisher sehr gut. Toll findet sie die Informatik-Vorlesung, was sie nicht erwartet hat. Wie Florian Greiner freut sie sich auf die praktischen Arbeiten mit den Druckmaschinen.

Vorteil Vielseitigkeit

Larissa Joschko und Tugce Civgin haben das schon hinter sich. Die beiden studieren bereits im siebten Semester Druck- und Medientechnologie. Sie sind bis heute von der Vielfalt des Studiengangs beeindruckt: „Die Ausbildung hier ist grafisch, technisch und naturwissenschaftlich angelegt", sagt Joschko. Im Nachhinein waren nicht alle Vorlesungen ein Spaziergang. „Physik und Elektrotechnik fanden wir sehr schwer. Ohne die gute Hilfe der Mentoren hätten wir das nicht geschafft", ergänzt Civgin.

Der Kunde übernimmt einen Teil der Produktion

Die zahlreichen Möglichkeiten für Absolventen hält auch Studiendekan Prof. Dr. Gunter Hübner für einen Trumpf. Durch das Studium der „Graphic Arts Technology" können Absolventen klassisch als Druckingenieure bei einer Druckerei oder in der Anwendungstechnik eines Zulieferunternehmens arbeiten. Den Schritt von der Vorarbeit am PC bis hin zum Druckerzeugnis lernen Studierende der Vertiefungsrichtung „Digital Publishing". Ein Teil der Mediendienstleistungen ist beispielsweise „Web to Print". „Durch geschickt gestaltete Internetportale wird ein Teil des Herstellungsprozesses an den Endkunden verlagert", so Hübner. Jeder Kunde kann hier das Format, die Gestaltung und die Stückzahl selbst bestimmen ‒ nach wenigen Tagen landet das fertige Produkt im Briefkasten. Im Hintergrund läuft ein automatisierter Prozess, für dessen Konzeption und Gestaltung Experten gefragt sind. Deshalb erwerben die „Digital Publishing"-Studenten Softwarekenntnisse und lernen, wie sie mit den Daten umgehen müssen.

 

VERÖFFENTLICHT AM

23. Dezember 2013

KONTAKT

Prof. Dr. Gunter Hübner

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