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Hochschule der Medien

GEMA

Keine Angst vor der Gema

Die Verwertungsgesellschaft Gema wird in Zukunft häufiger an die Hochschule der Medien (HdM) kommen: Nach einem Vortrag von Barbara Gröger und Maik Golinski von der Bezirksdirektion Stuttgart wurde klar, dass bei Lehrenden und Studierenden der HdM viele Fragen zur Gema offen sind.

Zur Detailansicht Gespannt warteten die Gäste auf den Vortrag der Gema.

Gespannt warteten die Gäste auf den Vortrag der Gema.

Zur Detailansicht Maik Golinski und Barbar Gröger von der Bezirksdirektion Stuttgart der Gema.

Maik Golinski und Barbar Gröger von der Bezirksdirektion Stuttgart der Gema.

Zur Detailansicht Am Ende bot die Gema der HdM einen regelmäßigen Austausch an, Fotos: Franziska Böhl.

Am Ende bot die Gema der HdM einen regelmäßigen Austausch an, Fotos: Franziska Böhl.

Der Hörsaal 056 in der Nobelstraße 10 der HdM war am Dienstag, den 28. Januar 2014, gut gefüllt: Zahlreiche Dozenten und Mitarbeiter kamen, um sich von Barbara Gröger und Maik Golinski erklären zu lassen, was die Gema genau macht und wie ihre Zuständigkeiten aussehen, aber auch um eigene Fragen stellen zu können – und davon gab es viele.

Verwirrung im Rechtedschungel

Die Gema, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, vertritt die Urheberrechte von Komponisten, Textdichtern und Verlegern – sofern diese das wollen und Mitglied bei der Gema geworden sind. Benutzt jemand deren Werke in der Öffentlichkeit, muss dieser bei der Gema eine Lizenzgebühr bezahlen. Einmal im Jahr zahlt die Gema die Einnahmen aus den Nutzungsrechten an die jeweiligen Urheber aus.

Doch welche Nutzungsrechte kann die Gema im Auftrag der Rechteinhaber, also der Urheber, vergeben? Beispielsweise gibt es Rechte zur Vervielfältigung, zur Verbreitung, zur Aufführung auf Konzerten, zur Vorführung von Kinofilmen, zur Sendung von Rundfunkbeiträgen oder zur Wiedergabe von Bild- und Trägern in Geschäften oder Diskotheken. Zudem gehört dazu die Wiedergabe von Fernsehsendungen wie bei der Fußball-WM wieder oder zum Beispiel zur Vermietung und zum Verleih von Bild- und Tonträgern. Je nachdem, was ein Nutzer genau machen will, muss er einen Tarif bezahlen, zum Beispiel wenn er eine DVD, einen Film oder ein Videospiel produziert, in dem er urheberrechtlich geschützte Musik verwendet.

Kleine Auflage, geringe Kosten

Angst vor der Gema sollte man aber nicht haben, wie die beiden Mitarbeiter von der Bezirksdirektion Stuttgart der Gema klarstellten. Die Tarife würden sich schließlich auch nach Auflage der Produktionen richten. Bei studentischen Produktionen sei die Auflage meist klein und folglich seien auch die Kosten geringer. Spezielle Tarife für Studenten gebe es aber nicht. Ebenso fehlt eine einheitliche Regelung zwischen der Gema und den Hochschulen in Baden-Württemberg, in anderen Ländern hätten sich die Hochschulen bereits mit der Gema geeinigt.

Die Gema selbst will sich im Moment auch mit dem Internet-Videoportal YouTube einigen. Auf YouTube gebe es zurzeit noch "zigtausende Verletzungen von Urheberrechten". Wenn ein Mediennutzer ein Video auf dem Portal einstellt, ist es kein Problem, sofern er die Herstellungsrechte besitzt. Um den "Rest", also die Nutzungsrechte, muss sich der Inhaber der Herstellungsrechte nicht kümmern. Er wird erst in die Verantwortung gezogen, wenn er Videos auf eine Website einstellt, deren Provider er ist. Bei dem Videoportal Vimeo hingegen gibt es bereits konkrete Regelungen zwischen Vimeo und der Gema. Da weiterer Informationsbedarf bestand, bot die Gema an, weitere Vorträge an der HdM zu halten.

Franziska Böhl

VERÖFFENTLICHT AM

03. Februar 2014

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