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Familiengerechte Hochschule 24. Juni 2014

Beruf und Familie optimal verbinden

Gerade in Akademikerberufen und Positionen mit Eigenverantwortung ist es nicht immer leicht, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen. Akademische Mitarbeiter, die sich eine Stelle teilen? Professoren in Teilzeit? An der Hochschule der Medien (HdM) gehören diese Modelle immer häufiger zum Alltag und funktionieren sehr gut, für die Mitarbeiter genauso wie für die Hochschule.

Logo des "audit familiengerechte hochschule"
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Seit 2012 nimmt die Hochschule der Medien am audit familiengerechte hochschule teil. Im Rahmen des Zertifikats hat sich die HdM verschiedene Ziele gesetzt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Studium und Familie besser gewährleisten zu können. Hierzu zählen unter anderem Maßnahmen zur alternativen Arbeitsorganisation und Personalentwicklung, Angebote zur Kinderbetreuung oder eine individuelle Studienplanung für Studenten mit Kind. Wie sich Familie, Freizeit und Beruf bestmöglich vereinbaren lassen, erzählen HdM-Mitarbeiter in einem kurzen Gespräch.

Jobsharing - Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Im Sekretariat des Kanzlers der HdM teilen sich Greta Zedlacher und Heidrun Mack-Wabnegger eine Stelle. Frau Zedlacher besetzt vormittags, Frau Mack-Wabnegger nachmittags das Büro. Beide haben familiäre Verpflichtungen und freuen sich daher über die Vorteile, die eine halbe Stelle bietet. "Das Arbeitspensum war für eine Person nach der Wahl Herrn Marquardts zum Kanzler der Hochschule im Jahr 2013 nicht mehr zu schaffen", erzählt Greta Zedlacher, die zuerst allein versuchte, die täglichen Aufgaben zu bewältigen. So wurde eine weitere 50 Prozentstelle ausgeschrieben, explizit für den Nachmittag. Diese bekam Mack-Wabnegger: "Viele bevorzugen eine Teilzeitstelle, bei der sie morgens bei der Arbeit sein müssen, weil sie schulpflichtige Kinder haben. Für mich ist die Nachmittagsregelung aber okay." Trotzdem bietet die Halbtagsregelung auch Herausforderungen: Das Abstimmungspotenzial des Jobs ist sehr hoch. Beide müssen täglich eine kleine Übergabe machen, damit die jeweils andere Kollegin genau weiß, welche Aufgaben und Anfragen am nächsten Morgen oder am Nachmittag auf sie warten. "Daher ist eine gute Kommunikation sehr wichtig und, dass sich unsere Arbeitszeit über den Mittag immer kurz überschneidet", erklären Zedlacher und Mack-Wabnegger.

Zwei Mann sind besser als Einer

Ingo Ebel und Karlo Barta sind Akademische Mitarbeiter im Studiengang Medieninformatik. Beide bewarben sich auf die gleiche Stelle, die als Vollzeitjob ausgeschrieben war. "Doch ich habe im Vorstellungsgespräch gesagt, dass ich lieber 50 Prozent arbeiten würde", erklärt Ingo Ebel. Da sie am besten auf die Stelle gepasst haben, bekamen beide den Job - in Teilzeit. "Für mich wäre eine Vollzeitstelle nicht möglich gewesen, da ich zwei Kinder habe. Daher ist es super, dass die HdM diese Möglichkeit anbietet", freut sich Ebel. Ihre Arbeitszeit haben sich die beiden so aufgeteilt, wie es ihnen am besten passt: "Drei Tage bin ich da, drei Tage Ingo", sagt Karlo Barta. Nur das Vorlesungspraktikum, das Barta betreut, gibt ihm den einen Tag vor, an dem er an der HdM sein muss. Auch sonst betreut jeder eigene Projekte und beide arbeiten meist eigenverantwortlich. "Klar gibt es Überschneidungen, aber größtenteils hat jeder sein Aufgabengebiet." Schwierigkeiten gibt es nur, wenn beide an den Rechner müssen - denn den physischen Arbeitsplatz teilen sich Barta und Ebel ebenfalls.

Jobrotation nach der Elternzeit

Anja Lorenz arbeitete an der HdM zunächst als Vollzeitkraft im Studienbüro. Nach ihrer Elternzeit wurde ihr vorgeschlagen, in die Finanzabteilung zu wechseln und eine Halbtagsstelle zu besetzten. "Aufgrund der Öffnungszeiten und der Präsenzzeit des Studienbüros war hier eine Halbtagsbeschäftigung nicht möglich. Für mich ist die jetzige Lösung ideal, weil ich so nachmittags die Zeit habe, mich um mein Kind zu kümmern. Außerdem kann ich mit mehr Arbeitsaufwand flexibler umgehen und mir meine Zeit gut einteilen, wenn ich weiß, dass mehr Arbeit ansteht." Die Umstellung vom Studienbüro auf die Finanzabteilung fiel Anja Lorenz nicht schwer: "Es war eine Herausforderung, sich in ein neues Themengebiet einzuarbeiten. Aber meine Aufgaben fordern mich, sind interessant und machen mir Spaß. Die Arbeit klappt und auch das neue Team ist super!" Nur die Zeit ist in einer Teilzeitstelle manchmal zu knapp: "Vier Stunden Arbeitszeit sind schnell um", lacht sie.

Auch Professoren profitieren vom Audit

Dr. Constanze Sigler ist Professorin im Studiengang Online-Medien-Management und wird ab dem kommenden Wintersemester 2014/15 nur noch 50 Prozent an der HdM beschäftigt sein, um so ihren Beruf, die Pflege ihrer Eltern und die Versorgung ihrer eigenen Familie mit kleinem Kind unter einen Hut zu bekommen: "Meine Studiendekanin hatte vollstes Verständnis für meine Situation und mein Antrag auf Stundenreduktion wurde zügig und reibungslos genehmigt. Die HdM ist für mich der ideale Arbeitgeber, da auch für Professoren Teilzeitmodelle angeboten werden – dafür bin ich sehr dankbar. Jetzt kann ich mich um meine Familie kümmern und trotzdem weiterhin meinen Beruf ausüben."

Mirjam Müller, Kristina Simic

Kontakt

Name:
Alexandra Rambacher  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Rektoratsekretärin
Abteilung:
Rektorat
Raum:
202, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2005
E-Mail:
alexandra.rambacher@hdm-stuttgart.de

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