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Hochschule der Medien

Neue Zauberkunst

Von Beruf Media-Magier

Er hat sich ganz der digitalen Zauberei verschrieben: Andreas Axmann gilt als Deutschlands erster iPad-Zauberer. Während andere Magier auf der Bühne Frauen zersägen und Kaninchen aus dem Hut zaubern, experimentiert Axmann mit der neuesten Medientechnik. Was ihn an der digitalen Technik fasziniert und mit welchem Gerät er besonders gerne zaubert, hat er im Interview verraten.

Zur Detailansicht Andreas Axmann ist Deutschlands erster iPad-Magier. Foto: Andreas Axmann

Andreas Axmann ist Deutschlands erster iPad-Magier. Foto: Andreas Axmann

Zur Detailansicht Die passende App zum Zaubertrick. Foto: Andreas Axmann

Die passende App zum Zaubertrick. Foto: Andreas Axmann

Zur Detailansicht Mit Google Glass liest Axmann scheinbar die Gedanken der Zuschauer. Foto: Andreas Axmann

Mit Google Glass liest Axmann scheinbar die Gedanken der Zuschauer. Foto: Andreas Axmann

Andreas Axmann wurde 1985 im Bayrischen Wald geboren und war bereits als Kind von der Zauberei begeistert. Im Alter von sechs Jahren schenkte ihm seine Tante zu Weihnachten einen Zauberkasten - ein Jahr später stand er damit das erste Mal auf einer Bühne. Der "Magische Zirkel", eine Vereinigung von Zauberkünstlern, nahm ihn noch vor seinem 18. Geburtstag in seinen Kreis auf. In Berlin studierte Axmann Theater- und Veranstaltungstechnik - immer mit dem Ziel vor Augen, selbst auf der Bühne zu stehen. In seiner Diplomarbeit setzte er sich mit dem Zaubertheater auseinander und nutzt dieses Wissen seither, um gemeinsam mit den Technikern eine für ihn perfekte Show zu kreieren.

Die Zauberkunst als Hauptberuf

Für seine Shows reist Axmann um die ganze Welt. Der Traum eines jeden Zauberkünstlers hat sich bereits für ihn erfüllt: 2011 stand er mit seinem iPad in Las Vegas auf der Bühne. Ein Jahr zuvor hatte sich Axmann auf die digitale Zauberkunst spezialisiert und damit als erster iPad-Zauberer Deutschlands eine Marktnische für sich entdeckt. Im Interview erzählte er von seiner Zauberkunst.

Hochschule der Medien (HdM): Herr Axmann, was reizt Sie persönlich am meisten an Ihrer Arbeit als Media-Magier?

Andreas Axmann: Ich kann alle meine Interessen und Leidenschaften miteinander verbinden: Zauberei, Technik, kreativ sein, reisen und Marketing betreiben.

HdM: Wann haben Sie die digitale Zauberkunst für sich entdeckt?

Andreas Axmann: Als Apple 2010 das iPad vorstellte, wurde es als "Magical Device" beworben. Da ich bereits seit 2006 mit einem Fernseher auf der Bühne gezaubert hatte, war das die Gelegenheit, all diese originellen Effekte auf Handgepäckgröße zu bringen. Nach einem halben Jahr des Experimentierens konnte ich dann eine kurze Nummer in mein Programm integrieren. Meine Zuschauer waren bei der iPad-Nummer immer komplett ruhig und ich dadurch etwas verunsichert. Nach einigen Shows habe ich aber gemerkt, dass die Reaktion pures Staunen ist. Die Verschmelzung aus Digitalem und Realem ergibt eine ganz neue Dimension.

HdM: Der Zauberkasten ist das klassische Lernmittel für angehende Magier: Wie sieht es bei der digitalen Zauberei aus, wie kann man diese erlernen?

Andreas Axmann: Ich habe die letzten neun Jahre extrem viel in meinem Zauberzimmer vor dem Spiegel, in meiner Requisiten-Werkstatt und live vor Publikum probiert, experimentiert, verworfen, geändert und geforscht. Ich glaube einfach so erlernen kann man das (noch) nicht.

HdM: Was ist Ihr digitales Lieblingszaubergerät?

Andreas Axmann: Das iPad beziehungsweise Tablets im Allgemeinen, da ich mit ihnen die meisten Möglichkeiten habe.

HdM: Welches Spektrum an Medien zeigen Sie neben dem Tablet noch in Ihren Shows?

Andreas Axmann: Ich zaubere mit einer dressierten Computermaus, lese Gedanken mit Google Glass, lasse ein Notebook in die Cloud schweben oder ein vom Zuschauer geliehenes Smartphone in einer verschlossenen Dose wieder auftauchen. Außerdem schneide ich Themen wie Facebook und Twitter humorvoll an.

HdM: Welches Medium wird als nächstes in Ihren Shows auftauchen?

Andreas Axmann: Ich bin gerade dabei zwei Darbietungen mit einer Smartwatch beziehungsweise der Apple Watch zu kreieren.

HdM: Wie geht es mit der Arbeit als Media-Magier weiter?

Andreas Axmann: Mein nächstes Ziel ist es, meinen "Show-Vortrag" so auszubauen, dass ich immer mehr ernst gemeinte Inhalte zum Thema "digitale Technologie" einfließen lassen kann. Das ergibt dann eine Mischung aus Vortrag und Show für Tagungen.

Vielen Dank für das Interview.

Ann-Katrin Wieland

VERÖFFENTLICHT AM

25. Mai 2015

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