DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Besuch an der HdM

Cem Özdemir braut "Özdebier"

Welche kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen hat Einwanderung? Dieser Thematik sind knapp 100 Studenten der Hochschule der Medien (HdM) im Online-Magazin "Diya" nachgegangen. Pünktlich zum Semesterende wurde nun auch eine TV-Sendung für das Projekt aufgezeichnet. Als Studiogast konnten die Studenten Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, gewinnen.

Cem Özdemir zu Besuch an der Hochschule der Medien
(Fotos: Alisa Augustin)

Klicken Sie auf ein Bild um die Fotostrecke zu starten.


Cem Özdemir im Gespräch mit Studenten der HdM.

Cem Özdemir im Gespräch mit Studenten der HdM.

Als Cem Özdemir das neue Fernsehstudio im HdM-Neubau betritt, spürt man deutlich die Anspannung der Studenten. Nervös schauen einige auf die Uhr, fragen sich, wie viel Zeit noch bleibt, bis die Live-Sendung beginnt. Doch für Aufregung gibt es keinen Grund: Cem Özdemir ist gut gelaunt, geht locker auf die Studenten zu und nimmt die Spannung aus dem Raum. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gehen die Vorbereitungen los: Mikrofon anstecken, Ton checken, Gesicht abpudern, Licht einstellen. Dann startet auch schon der Countdown zum Start der Dreharbeiten - das Studio wird dunkel, der Vorspann beginnt.

Häusliche Gewalt, Kriege in der Heimat und die Flucht in ein komplett neues Land: Die Themen der Sendung sind nicht schön, aber dafür umso wichtiger. Denn in Deutschland leben 16,5 Millionen Menschen, die noch ein Stück anderer Kultur in sich tragen und viel zu erzählen haben. Studenten aus den Studiengängen Crossmedia-Redaktion, Medienwirtschaft, Elektronische Medien und Print and Publishing haben mit einigen von ihnen gesprochen und daraus crossmedial aufbereitete Beiträge gemacht. Konzipiert und umgesetzt wird die TV-Sendung von Studenten aus dem dritten Semester Crossmedia-Redaktion.

"Fragen Sie nach und behandeln Sie Themen nicht oberflächlich."

Moderiert wird die Sendung von der Studentin Vanessa Offermann: "Cem Özdemir ist mit seiner persönlichen Geschichte einer der passendsten Gesprächspartner, die wir uns für dieses Projekt vorstellen konnten." Özdemirs Vater kam 1961 als Gastarbeiter nach Deutschland, einige Jahre später folgte seine Mutter. Cem Özdemir arbeitete sich nach und nach hoch: 1994 wurde er der erste Bundesabgeordnete mit türkischen Eltern, seit 2008 ist er Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen.

Nach der TV-Sendung setzte sich Cem Özdemir mit den Crossmedia-Redakteuren der HdM zusammen. Den angehenden Journalisten riet er: "Hart fragen, aber dabei trotzdem höflich bleiben." Es sei sehr wichtig, eine Idee zu vertreten und sich dafür auch einzusetzen. "Fragen Sie nach, bleiben Sie dran und behandeln Sie Themen nicht oberflächlich. Das ist wohl der wichtigste Tipp, den ich Ihnen mit auf den Weg geben kann", so Özdemir.

Hopfen statt Hanf

Auf die Frage, ob er bereut, dass in dem Video seiner "Ice Bucket Challenge" eine Hanfpflanze zu sehen war, reagiert Cem Özdemir sehr gelassen: "Ganz und gar nicht. Ehrlich gesagt kann ich auch immer noch nicht verstehen, dass es wirklich Leute gibt, die denken, ich hätte die Pflanze bloß übersehen." Manchmal müsse man einfach provozieren und für Aufsehen sorgen, um Menschen zu erreichen. "Ich bin wirklich stolz darauf. Denn wenn man es schafft, mit Humor, Selbstironie und Provokation eine Botschaft zu setzen, die dann so erfolgreich wird, dann hat doch alles geklappt." Statt auf Hanfpflanzen konzentriert sich der Grünen-Chef in diesem Jahr auf andere Gewächse: "Ich habe jetzt zwei Hopfenpflanzen. Ich möchte dieses Jahr mein eigenes Bier brauen -  das Özdebier."

Alisa Augustin

VERÖFFENTLICHT AM

14. Juli 2015

KONTAKT

Prof. Dr. Katarina Bader

Crossmedia-Redaktion/Public Relations

Telefon: 0711 8923-2689

E-Mail: baderk@hdm-stuttgart.de

Leider ergab Ihre Suche keinen Treffer. Geben Sie als Suchbegriff nur den Nachnamen ein.

Lesen Sie auch

ARCHIV

Studium
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren