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Mobile World Congress

Die virtuelle Welt der Zukunft

Samsung und Mark Zuckerberg wollen, dass virtuelle Realität zum Altag wird - das haben sie beim derzeit stattfindenden Branchentreff Mobile World Congress (MWC) in Barcelona angekündigt. Wie ihnen das gelingen soll und was ein anderer Branchenteilnehmer zu verkünden hatte, das haben wir uns mal näher angeschaut.

"Virtuelle Realität ist die nächste soziale Plattform", meinte Mark Zuckerberg auf dem Branchentreff in Barcelona. Archivfoto: Wieland

"Virtuelle Realität ist die nächste soziale Plattform", meinte Mark Zuckerberg auf dem Branchentreff in Barcelona. Archivfoto: Wieland

Das neue Galaxy S7 von Samsung und das 3D-Brillen-Gehäuse Gear VR sollen zukünftig miteinander verknüpft werden und dafür sorgen, dass der Nutzer in virtuellle Welten eintauchen kann. Das kündigte Samsung-Manager Martin Börner am Sonntagabend bei er Pressekonferenz auf dem Mobile World Congress in Barcelona an. Noch bis zum 25. Februar 2016 treffen sich Vertreter aus der Mobilfunk-Branche bei Europas größter Messe auf diesem Gebiet. Bei der Veranstaltung werden häufig neue Smartphones und weitere technische Neuheiten vorgestellt.

Kooperation zwischen Facebook und Samsung

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte überraschend einen Gastauftritt bei der Samsung-Pressekonferenz und verkündete, dass virtuelle Realität die nächste soziale Computer-Plattform sei. Weiter meinte er, dass wir schon bald in einer Welt leben könnten, in der jeder die Macht hat, Szenen zu erleben und zu teilen als würde er sich dort tatsächlich persönlich aufhalten.

2014 hatte Zuckerberg die Firma des damals 21-jährigen Palmer Luckey, Oculus VR, gekauft. Luckey gilt als der Erfinder der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift. Facebook und Samsung arbeiten gemeinsam an der Virtual-Reality-Brille Gear VR. Das neue Samsung-Smartphone kann als Display in die Brille gesteckt werden. Die Gear VR bietet, im Vergleich zu anderen Anbietern wie etwa dem Google Cardboard, zusätzliche Headtracking-Sensoren, die Kopfbewegungen weicher in die wirtuelle Welt übertragen.

Samsung-Manager Martin Börner war sich am Sonntagabend in Barcelona sicher: "Der Markt für virtuelle Realität wird im laufenden Jahr um mehr als das Vielfache auf ein Volumen von drei Milliarden Dollar wachsen." Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Thomas Husson, Analyst bei Forrester, meinte, dass Apple besser aufgestellt sei. Für ihn hat Samsung so lange eine Vorreiterchance, bis Apple mit der Veröffentlichung seines neuen iPhones nachzieht. Auf dem MWC ist Apple in diesem Jahr jedoch nicht vertreten. Tim Cook hatte sich aber erst kürzlich positiv zu der Entwicklung der Virtual-Reality-Technologie geäußert. Apple erzielt derzeit mit Abstand die größten Gewinne in der Branche.

Weitere Zusatzmodule für das Smartphone

Auch bei einem anderen Marktteilnehmer, dem südkoreanische Unternehmen LG, ging es um die Virtual-Reality-Brille. Jedoch lag bei LG der Fokus nicht auf ihr, sondern auf einem neuartigen, herausnehmbaren Akku. Bei der Präsentation des neuen Smartphones LG G5 wurde gezeigt, welche Möglichkeiten hinter dem Akkuschacht stecken, wenn der Akku herausgenommen wird. Zusatzmodule, wie etwa eine eigene Virtual-Reality-Brille, können mit eigenem Akku angebracht und so mit dem Smartphone verbunden werden.

Weitere Module waren zum Beispiel eine 360-Grad-Brille oder eine Steuerung für Kameradrohnen. Die neue Schnittstelle wird Drittanbietern unbegrenzte Möglichkeiten bieten, Zusatzangebote mit dem Smartphone zu verbinden.

 

Quellen:

gq-magazin.de
heise.de
USA Today
wdr.de

 

Ann-Katrin Wieland

VERÖFFENTLICHT AM

23. Februar 2016

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