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Hochschule der Medien

Studentenprojekt

Tabuthemen salonfähig gemacht

Studenten aus dem Studiengang Crossmedia-Redaktion/Public Relations der Hochschule der Medien (HdM) haben im Sommersemester 2016 im Rahmen des Redaktionsprojekts "redaktionzukunft" das Online-Magazin "unsichtbar" auf den Weg gebracht. Darin bereiten die Studenten vergessene, verborgene oder verschwiegene Geschichten von Menschen multimedial auf.

Zur Detailansicht Die Beiträge von "unsichtbar" werden multimedial aufbereitet.

Die Beiträge von "unsichtbar" werden multimedial aufbereitet.

Mit "unsichtbar" entwickelten die Studenten des Studiengangs Crossmedia-Redaktion / Public Relations das Konzept eines Online-Magazins, das mit seiner Themenauswahl aus der breiten Masse der Medien heraussticht: Von gesellschaftlichen Tabuthemen über bislang kaum erzählte Geschichten, bis hin zu bereits vergessenen Geschehnissen vergangener Tage - die Studenten setzten sich mit diversen Ereignissen auseinander, die es wert sind, erzählt zu werden.

Crossmediale Aufbereitung

Die journalistischen Stücke, eingeordnet in die Themenbereiche "verborgen", "vergessen" und "verschwiegen" , überschreiten nicht nur den üblichen Nachrichtenwert, sondern geben auch die Vielfältigkeit des journalistischen Handwerks wieder: So sind die Inhalte crossmedial aufbereitet und mit Fotostecken, eigens produzierten Videos und Tonaufnahmen veranschaulicht. Zu den Redakteuren zählen hauptsächlich Studenten aus dem zweiten und dritten Semester des Studiengangs Crossmedia-Redaktion/Public Relations, das vierte und fünfte Semester dagegen übernahm die Funktion der Chefs vom Dienst (CvD) und begleitete die Redakteure während der gesamten Produktion - von der Themenentwicklung bis hin zum fertigen Beitrag. Betreut wird das Projekt von Dr. Katarina Bader, Professorin für Online-Journalismus an der HdM. Hier eine Themenauswahl:

Im Schutz der Anonymität

Kokain für 85 Euro das Gramm, Kinderpornographie, Waffen und Falschgeld - all das kann man im Darknet bestellen, anonym und direkt nach Hause. Die Anonymität des Darknets öffnet der Kriminalität Tor und Tür. Aber wie "dark" ist das Darknet wirklich? Antworten auf diese Frage sucht und findet Carmen Renz, Redakteurin bei "redaktionzukunft" und klärt Mythen rund um das sogenannte "Tor-Netzwerk" und die Ermittlungsstrategien der Polizei im Hinblick auf Cyberkriminalität auf.

Trauer hinter verschlossenen Türen

Was tun, wenn ein geliebter Mensch stirbt und man plötzlich alleine ist? Da, wo Mitmenschen sich hilflos abwenden, weil sie mit der Trauer nicht umgehen können, setzt die Arbeit eines Trauerbegleiters ein. Simone Kelz aus dem Studiengang Crossmedia Redaktion/Public Relations hat jemanden getroffen, dessen Beruf tagtäglich mit Trauer und Trostlosigkeit zu tun hat - Themen, über die in unserer Gesellschaft wenig gesprochen wird, außer man ist selbst betroffen. Während Freunde und Bekannte den äußerst kraftzehrenden und langwierigen Trauerprozess oft nicht nachvollziehen können und sich distanzieren, kann ein Fremder helfen, über einen Verlust hinweg zu kommen.

Waren deine Großeltern eigentlich Nazis?

Mit einem Tabuthema, das sich mittlerweile über mehrere Generationen hinzieht, setzte sich Studentin Lea Biermannn im Rahmen von "unsichtbar" auseinander. Sie beleuchtet die Frage nach der Schuld der Nachkommen der Täter des Dritten Reichs aus einem ganz familiären Blickwinkel. War der eigene Großvater ein Nazi? Denn auch, wenn Familienangehörige oftmals in diesem Punkt schweigen, müssen sich sogenannte "Kriegsenkel" mit der Frage nach der Schuld der eigenen Familienangehörigen früher oder später auseinandersetzen. Auch wenn die Angst vor der Wahrheit oft zu groß ist. Lea Biermann erzählt eine Familiengeschichte, in der die Zeit während des Krieges zum Tabuthema wurde, obwohl der eigene Großvater für seine Kriegsverbrechen verurteilt wurde.

Auf der MediaNight

Bis Ende des Sommersemesters 2016 werden die entstandenen Videos, Audios und Texte in regelmäßigen Abständen auf www.redaktionzukunft.de/unsichtbar veröffentlicht. Einen Einblick in "unsichtbar" erhalten die Besucher der MediaNight an der HdM am 30. Juni 2016 in Raum U32. Die Redakteure und CvDs zeigen dort eine Multimediareportage und eine Magazinsendung mit besonders gelungenen Beiträgen und lassen Neugierige in vergessene, verborgene und verschwiegene Themenwelten eintauchen.

 

 

Susi Mannschreck

VERÖFFENTLICHT AM

27. Juni 2016

KONTAKT

Prof. Dr. Katarina Bader

Crossmedia-Redaktion/Public Relations

Telefon: 0711 8923-2689

E-Mail: baderk@hdm-stuttgart.de

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