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Hochschule der Medien

Brexit-Folgen

Studieren nach dem Brexit?

Offen sein, Grenzen überwinden, neue Länder und Kulturen kennenlernen. Dazu werden Studenten in der Europäischen Union seit Jahrzehnten ermuntert. Auch die Hochschule der Medien (HdM) pflegt einen Austausch mit sieben britischen Partnerhochschulen. Nach dem Brexit-Votum sind viele Fragen offen, die die künftige Mobilität von Studenten und Wissenschaftlern nach Großbritannien betreffen.

Der Großteil der jungen Briten hat gegen den Brexit gestimmt, aber die Stimme der älteren Generation hat gewonnen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Studium. Nicht nur die Briten werden es in Zukunft schwerer haben, im Ausland zu studieren. Auch Studenten aus EU-Ländern können künftig nicht mehr so einfach ein Auslandssemester im United Kingdom machen.

Britische Universitäten gegen den Brexit

Der Brexit hat Konsequenzen für das akademische System Großbritanniens. Foto: pixabay.com
Die britischen Universitäten hatten im Vorfeld des Referendums über den Brexit für einen Verbleib des Landes in der EU geworben. "Unsere Partnerhochschulen in Großbritannien haben sich alle sofort gemeldet und ihr Bedauern über den Entscheid ausgedrückt", berichtet Martina Schumacher, Erasmus-Koordinatorin im Akademischen Auslandsamt der HdM. Die britischen Hochschulen hätten versichert, dass sie weiter hinter den Kooperationen stehen. Großbritannien gehörte bisher zu den attraktivsten Ländern für die HdM-Studenten. "Wir teilen deshalb die Enttäuschung über die britische Entscheidung", sagt Martina Schumacher. Das sehen nicht alle deutschen Universitäten und Hochschulen so. Nach einer Umfrage, auf die sich der "Guardian" beruft, würden europäische Hochschulen und Wissenschaftler bereits auf Distanz zu britischen Universitäten gehen und eine weitere Zusammenarbeit ablehnen.

Erstmal keine Einschränkung der Mobilität

Für HdM-Studenten war Großbritannien bisher mitunter Austauschland Nummer eins. Foto: Sven Cichowicz
Zumindest bis zum endgültigen Austritt bleibt Großbritannien als Land im EU-Förderungsprogramm Erasmus+. "Es wird keine Änderungen bei den Gebühren für EU-Studenten geben, die im Kalenderjahr 2016/2017 nach Großbritannien fahren", wurde Martina Schumacher vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mitgeteilt. Vereinbarungen über Erasmus+ würden solange Gültigkeit in Großbritannien besitzen, bis das Vereinigte Königreich kein offizielles EU-Mitglied mehr sei, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung. Aktuell sind Erasmus-Studenten noch von Studiengebühren befreit. Wie das für ausländische Studienanfänger im kommenden Jahr aussieht, bleibt offen. Die Modalitäten für das Austauschprogramm müssen dann neu verhandelt werden. Möglicherweise wird das Studium nach dem Austritt deutlich teurer werden. Die Folge wäre aller Voraussicht nach ein Rückgang der Bewerberzahlen.

Keine Zweifel an der Entscheidung für Großbritannien

Sabrina Hengge, Studentin der Unternehmenskommunikation an der HdM, wird im Herbst dieses Jahres ein Trimester an der University of the West Scotland bei Glasgow studieren. Sie zweifelt nicht an der Entscheidung für Großbritannien: "Ich freue mich auf meinen Auslandsaufenthalt." Sorgen wegen der finanziellen Förderung mache sie sich keine, denn sie habe von den Verantwortlichen der schottischen Universität vorab eine Info-Mail bekommen, "dass sich für uns nichts ändern wird". Auch seien "EU-Studenten in Großbritannien weiterhin willkommen und werden keinesfalls Ablehnung erfahren", so der aus Schottland stammende Professor Stuart Marlow, der an der HdM im Bachelorstudiengang Audiovisuelle Medien lehrt.

Quellen:

www.erasmusplus.de
www.erasmusplus.org.uk
www.europa.eu
www.tagesspiegel.de
www.spiegel-online.de

 

Joelle Mittnacht

VERÖFFENTLICHT AM

25. Juli 2016

KONTAKT

Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Martina Schumacher

Akademisches Auslandsamt

Telefon: 0711 8923-2039

E-Mail: schumacher@hdm-stuttgart.de

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