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Filmkritik 27. März 2017

Logan - The Wolverine

Nach 17 Jahren und neun Filmen kam nun der neue und letzte Solo-Film des bekanntesten "X-Men" Wolverine in die Kinos. Da Hugh Jackman diese Rolle so lange verkörperte, fiel ihm der Abschied von seinen Fans alles andere als leicht.

Das Filmplakat © 20th Century Fox
Das Filmplakat © 20th Century Fox

Es leben kaum noch Mutanten im Jahr 2029. An Charles Xavier (Patrick Stewart) und Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) ist die Vergangenheit auch nicht spurlos vorbeigegangen. Zu einem müssen sie mit dem Verlust ihrer "X-Men"-Gefährten umgehen, aber auch ihre eigene Gesundheit macht ihnen immer mehr zu schaffen. Charles Xavier hat immer wieder Anfälle, die für Personen in seinem Umkreis lebensbedrohlich sein können, da er durch seine Mutation in die Gedanken anderer eindringen kann. Logan, der eigentlich unverwundbar ist, hat damit zu kämpfen, dass seine Selbstheilungskräfte allmählich immer schwächer werden. 

Währenddessen sammeln Dr. Zander Rice (Richard E. Grant) und Donald Pierce (Boyd Holbrook) die DNA der letzten überlebenden Mutanten, um eine mächtige Waffe zu entwickeln. Im Zuge dessen entstehen neugezüchtete Mutanten, unter anderem auch Laura (Dafne Keen), die über die gleichen Fähigkeiten verfügt wie Wolverine. Dieser macht sich auf, um Laura zu retten und Rice und Pierce Einhalt zu gebieten. 

Ein Marvel-Film wie kein anderer

Bei "Logan - The Wolverine" merkt man sehr schnell, dass Fox als Produktionsfirma eingesetzt wurde, und nicht Disney selbst oder Paramount Pictures die Produzenten waren. Zu einem wurde der Film mit FSK 16 ausgestattet, was bei Marvel-Filmen bis jetzt nur bei "Deadpool" vorkam. Auch löste der erste Trailer zu "Logan - The Wolverine" ein beklemmendes Gefühl beim Zuschauer aus, das, verstärkt durch den Song "Hurt" von Johnny Cash, direkt ins Herz stach.

Zu Beginn ist der Film eher ruhig. Man sieht einen gealterten Logan, der als Uber-Fahrer tätig ist, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Vom dem stolzen Mutanten, der sich nichts gefallen lässt, ist nicht mehr viel übrig. Ebenfalls sieht man, wie er sich um den an Alzheimer erkrankten Charles Xavier kümmert, der früher immer um Logans Wohl besorgt war und als "Retter" fungierte. Dieser Einstieg in "Logan - The Wolverine" ist ungewöhnlich bedrückend für einen Marvel-Film. Wo ansonsten bunte Farben vorkommen, wird hier mit dunklen Screens gearbeitet, und auch die Kameraführung ist ruhiger und akzentierter. Der Film beweist, dass Marvel-Filme nicht immer hübsch anzusehen sind, sondern auch düster, dreckig und blutig sein können. "Logan - The Wolverine" wird seiner Comic-Vorlage gerecht. In den anderen "X-Men"-Filmen kam nie die ganze Rohheit und Brutalität von Logan zum Vorschein. Nun konnte sich diese in ihrer Gänze entfalten.

Das Ende von Logan und Charles Xavier

Bereits 2015 verkündete Hugh Jackman über Instagram, dass er Logan das allerletzte Mal verkörpern würde. Zu diesem Zeitpunkt wusste man noch nicht, in welcher Form der letzte Aufritt von Logan stattfinden würde. In einem Interview mit dem NDR sagte Jackman, dass es sich gut anfühle, sich nun von der Rolle zu verabschieden. Allerdings hat es zwei bis drei Jahre und viele Gesprache mit dem Regisseur James Mangold ("Kate und Leopold", "Knight and Day") gebraucht, um die Geschichte optimal vorzubereiten. Hugh Jackman hängt die Krallen nun an den Nagel und ist auf seinen Nachfolger gespannt.

Mit "Logan - The Wolverine" endet ebenfalls die von Patrick Stewart gespielte Rolle des Charles Xavier. Sei dem ersten "X-Men"-Film aus dem Jahr 2000 war dieser Charakter dabei. Stewart kann sich aber vorstellen, Charles Xavier für einen Auftritt in "Deadpool 2" wieder auferstehen zu lassen.

Logan - The Wolverine ist seit dem 2. März 2017 im Kino zu sehen.

Quellen:
Hugh Jackman Instagram ,
NDR
Moviepilot

 

Désirée Ellen Caldewey

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