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Filmkritik

"The Book of Henry"

Fast 20 Jahre nach der Entstehung des Drehbuchs startete "The Book of Henry" am 21. September 2017 in den deutschen Kinos. An der Seite von Hollywood-Star Naomi Watts beeindruckt vor allem der junge Hauptdarsteller Jaeden Lieberher in einem kurzweiligen Familiendrama.

Das Filmplakat zu "The book of Henry". Foto: Focus Features

Das Filmplakat zu "The book of Henry". Foto: Focus Features

Henry Carpenter (Jaeden Lieberher) ist kein gewöhnlicher Junge. Der Elfjährige ist sichtbar hochbegabt und der einzige Mann im Leben seiner alleinerziehenden Mutter Susan (Naomi Watts). Gemeinsam mit seinem achtjährigen Bruder Peter (Jacob Tremblay) wohnt Henry in einem kleinen Ort im Hudson Valley.

Henry hält die Familie zusammen

Während Peter in der Schule gehänselt wird, beeindruckt Henry nicht nur seine Lehrer, sondern auch Mitschüler mit seiner Intelligenz und ist in der Klasse geachtet. Da seine Mutter mit ihrem Job als Kellnerin überfordert ist, ist es Henry, der beiden den Rücken freihält und die Familie zusammenhält. Henry kümmert sich um die Abrechnungen, legt das verdiente Geld in Aktien an und verteidigt Peter gegen die fiesen Mitschüler.

Eines Abends beobachtet Henry, wie seine Nachbarin und Klassenkameradin Christina (Maddie Ziegler) von ihrem Stiefvater Glenn (Dean Norris) misshandelt wird. Da Glenn der Polizeichef der Gemeinde ist, verhallen die Vorwürfe des Elfjährigen schnell. So beschließt Henry, seine Freundin auf eigene Faust zu retten. Dabei ist seine Mutter die Einzige, die ihm helfen kann, Christina vor ihrem Stiefvater zu schützen.

Nur durchschnittliche Kritiken wegen Schwächen zum Ende

Den ersten Entwurf des Drehbuchs zum Film hatte der Autor Gregg Hurwitz bereits im Jahr 1998 festgestellt. Fast 20 Jahre später kam "The Book of Henry" am 21. September 2017 in die deutschen Kinos. Da Regisseur Colin Trevorrow zuvor die Regie für den Blockbuster Jurassic World (2015) angenommen hatte, lag das Projekt lange Zeit auf Eis.

Mit einer ungewohnten, aber kurzweiligen Mischung aus Familienfilm, Drama und Thrillerelementen fesselt "The Book of Henry" vor allem in den ersten zwei Dritteln. In diesen folgen dramatische auf komische Szenen, ohne dass der Zuschauer durch den starken Wechsel der Gefühlszustände belastet wird. Die aufgebaute Spannung verpufft jedoch in einem vorhersehbaren Ende, so dass dem Film letztendlich zu viele durchschnittliche Bewertungen zu Teil wurden. Dennoch beeindruckt Jaeden Lieberher als Henry mit seiner zweiten großen Hauptrolle (nach der Rolle des Bill Denbrough in "ES") innerhalb eines Jahres. Gemeinsam mit der gegensätzlichen Bildsprache ist der 14-Jährige die große Stärke des Films.

 

Maximilian Wolf

VERÖFFENTLICHT AM

06. Oktober 2017

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