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Hochschule der Medien

Unternehmensgründung

Millioneninvestment für Stuttgarter Start-up

Das Start-up VirtualQ aus Stuttgart hat eine siebenstellige Wachstumsfinanzierung erhalten. Es hilft dabei, Warteschleifen bei Callcentern besser zu organisieren. Seine ersten Schritte machte VirtualQ beim Start-up Weekend an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) und wurde auch im Anschluss von der HdM unterstützt. Mit ihrem Konzept überzeugten die drei Gründer Niels Liebisch, Jens Kühnapfel und Ulf Kühnapfel gleich mehrere Kapitalgeber von einer Investition.

Zur Detailansicht Die Gründer von VirtualQ: Niels Liebisch, Ulf Kühnapfel, Jens Kühnapfel (von links, Foto: Cornelius Specht)

Die Gründer von VirtualQ: Niels Liebisch, Ulf Kühnapfel, Jens Kühnapfel (von links, Foto: Cornelius Specht)

Die Idee ist einfach: Kunden sollen nicht länger in der Warteschleife hängen müssen als notwendig. Mit dem VirtualQ-Warteservice können sie per App, Web oder Sprachansage die aktuelle Wartezeit im Servicecenter einsehen, sich virtuell anstellen und ohne Hintergrundmusik oder Telefon in der Hand warten. Ist der Anrufer an der Reihe, wird er per Push-Nachricht oder SMS informiert und kann direkt und ohne Warteschleife durchgestellt werden. Mit diesem Grundgedanken kam Ulf Kühnapfel 2014 zum Start-up Weekend an die HdM. Im Rahmen der Veranstaltung fanden sich potenzielle Mitgründer, die Idee wurde als beste des Start-up-Weekends ausgezeichnet, validiert und anschließend mit Unterstützung der HdM weiterverfolgt. Seitdem ist viel passiert. 

EXIST-Gründerstipendium für VirtualQ

In den folgenden zwei Jahren legten die drei Gründer Niels Liebisch, Jens Kühnapfel und Ulf Kühnapfel die Grundsteine für ihr Unternehmen und konnten sich unter anderem über das EXIST-Gründerstipendium freuen, bevor sich zuerst Business Angels und anschließend Hightech-Gründerfonds (HTGF) an VirtualQ beteiligten. Dazu kamen die Aufnahme des Start-ups in den German Silicon Valley Accelerator und zahlreiche Preise wie der Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg. Über die inhaltliche und finanzielle Unterstützung hinaus konnte die HdM VirtualQ außerdem mit wertvollen Kontakten zu Ministerien, Investoren und heutigen Mitarbeitern helfen. Auch HdM-Prodekan Innovation Professor Dr. Nils Högsdal betreute die drei Gründer in ihrer Anfangsphase ein Jahr lang als Mentor.

Investitionen bieten neue Möglichkeiten

Die finanziellen Mittel der neuen Kapitalgeber (z.B. Coparion aus Köln und Berlin, Constantia New Business aus Wien oder DON Ventures aus Heilbronn) sollen laut Marketingleiterin Anika Baumann nun vor allem in die weitere Technologieentwicklung fließen. Insbesondere aber in die Sprachtechnologie zur direkten Beantwortung von Kundenfragen, die auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zurückgreift. Außerdem wolle man das Personal bis Ende des Jahres auf etwa 33 Stellen verdreifachen. Aber auch der Gewinn von neuen Kunden stehe mit auf der Agenda. Dazu gehören bislang etwa die Lufthansa oder die Versicherungen HanseMerkur und Gothaer. "VirtualQ gehört schon jetzt zu den erfolgreichsten Start-ups, die ihre ersten Schritte an der HdM gegangen sind", sagt Magdalena Weinle vom HdM-Start-up Center.

 

David Groß

VERÖFFENTLICHT AM

22. Juni 2018

KONTAKT

Prof. Dr. Nils Högsdal

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2003
0711 8923-2725

E-Mail: hoegsdal@hdm-stuttgart.de

Magdalena Weinle

Startup Center

Telefon: 0711 8923-2043

E-Mail: weinle@hdm-stuttgart.de

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