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Hochschule der Medien

VegaCamp

Oscar-Preisträger plaudern aus dem Nähkästchen

Mit Gerd Nefzer und Alexandre Espigares waren gleich zwei Oscar dekorierte Referenten Ende November 2018 zu Gast beim VegaCamp vom 27. bis zum 29. November 2018 an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart. Bei der Konferenz standen an drei Tagen Vorträge und Workshops zu Visual Effects, Games und Animationen von zahlreichen Referenten aus aller Welt auf dem Programm. Rund 400 Anmeldungen waren eingegangen, die Beiträge wurden in andere Räume übertragen.

Prof. Boris Michalski, Prof. Jan Adamczyk, Gerd Nefzer, Prof. Katja Schmid und Peter Ruhrmann (von links)

Prof. Boris Michalski, Prof. Jan Adamczyk, Gerd Nefzer, Prof. Katja Schmid und Peter Ruhrmann (von links)

Alexandre Espigares sprach über die Arbeit an "Wolfsblut" (Fotos: Johanna Herrmann)

Alexandre Espigares sprach über die Arbeit an "Wolfsblut" (Fotos: Johanna Herrmann)

Der deutsche Oscar-Preisträger Gerd Nefzer hatte am 28. November 2018 seinen Begleiter dabei, den er im März 2018 mit seinem Team für die Arbeit am Science Fiction-Film "Blade Runner 2049" in Hollywood in der Kategorie Visual Effects erhalten hat. Nefzer, gebürtiger Schwabe, war kurzfristig angereist, um vor den Studierenden rund 60 Minuten darüber zu sprechen, wie er es bei seiner Arbeit mächtig krachen lässt. Denn seit drei Jahrzehnten inszeniert der Experte für Spezialeffekte brennende Häuser, explodierende Hubschrauber und zerschossene Autos für Krimi-Serien und Kinofilme. Eigentlich hatte Nefzer Landwirt gelernt und Agrartechnik studiert. Über seinen Schwiegervater, der in Schwäbisch Hall einen Verleih von Filmautos und -waffen betrieb, landete er bei den Special Effects und gründete eine Firma auf dem Gelände des Potsdamer Studios Babelsberg.

Anerkennung für unzählige Arbeitsstunden

Den Oscar-Gewinn im Frühjahr empfand er als eine glückliche Anerkennung für die unzähligen Arbeitsstunden in all den Jahren. Die Figur war auch Zeuge, als er den Besuchern Einblicke in seinen herausfordernden Arbeitsalltag gab, den er auch mit Bildmaterial belegte.

Eine Stunde später war Alexandre Espigares zu Gast. Er ist der Co-Regisseur von "Mr. Hublot", Oscar-prämiert in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm", der beim Internationalen Trickfilmfestival 2014 auch den SWR-Publikumspreis erhalten hatte. Espigares gab in seinem Vortrag Einblick in die Erstellung des künstlerischen Stils und der Animation seines Langfilms "Die Abenteuer von Wolfsblut". Die Geschichte basiert auf einer Erzählung von Jack London und dreht sich um den Lebensweg eines Wolfshundes in der Wildnis sowie in der zivilisierten Gesellschaft - als illegaler Kampfhund und als teuer Begleiter des Menschen. Espigares stellte die ersten visuellen Konzepte bis hin zur Entwicklung des 3D-Animationsstils vor sowie die Arbeitsweise und Kombination von Motion Capture und Keyframe Animation. Diese wurde für die Bewegung der Menschen und auch zum Teil für die der Hunde angwendet. Er ging auch darauf ein, wie ambitionierte internationale Animationsfilme mit kleineren europäischen Budgets produziert werden können und darauf, welche künstlerischen Strategien bei seinem Film eingesetzt wurden, um ein visuell einzgartiges Ergebnes trotz knapper Ressourcen zu erstellen.

VERÖFFENTLICHT AM

07. Dezember 2018

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Prof. Katja Schmid

Audiovisuelle Medien

Telefon: 0711 8923-2217

E-Mail: katja.schmid@hdm-stuttgart.de

Prof. Jan Adamczyk

Audiovisuelle Medien

Telefon: 0711 8923-2607

E-Mail: adamczyk@hdm-stuttgart.de

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