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Hochschule der Medien

Studiengangsübergreifendes Projekt

Suchmaschinenoptimierung mit der Krakenamöbe

Dass ein Studium nicht immer nur theoretisch sein muss, beweist im aktuellen Sommersemester die "Krakenamöbe". In dem Projekt untersuchen Studenten, wie sich eine Webseite im Suchmaschinenranking von Google oder bing hoch positionieren lässt, um den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Das studiengangsübergreifende Projekt wird organisiert von Prof. Dr.-Ing. Marko Hedler des Studiengangs Druck- und Medientechnologie. Für die Leitung des Projekts konnte zusätzlich ein externer Dozent gewonnen werden: Manuel Montero Pineda ist Geschäftsführer der date2type GmbH und Experte im Bereich XML-Publishing.

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO, engl. "Search Engine Optimization") stellt heute eine der wichtigsten Marketing-Aufgaben in Unternehmen dar. Internetseiten werden gezielt modifiziert, um eine bestmögliche Platzierung in den Ergebnislisten der Suchmaschinen zu erreichen. Für Unternehmen ist die Suchmaschinenoptimierung ein effizienter Vertriebskatalysator und fördert die Kundengewinnung, indem hoch gerankte Webseitenbetreiber vom potenziellen Kunden schneller gefunden werden. Unternehmen, die vor ihrer Konkurrenz in der Ergebnisreihenfolge stehen, werden vom User automatisch als marktführend erkannt.

Ziel des im März gestarteten Projekts ist das praxisnahe Untersuchen der von Suchmaschinen verwendeten Sortieralgorithmen anhand des Begriffs der "Krakenamöbe": Das von Manuel Montero Pineda festgelegte Kunstwort soll zum Semesterende möglichst weit im Suchmaschinen-Ranking gepusht werden und eine möglichst hohe Anzahl an Treffern liefern. Das Projekt konzentriert sich dabei auf die Suchmaschinen Google und bing bzw. yahoo, da diese weltweit den größten Marktanteil abdecken.

Eigene Homepages für das Ranking

Das Projekt startete mit studentischen Vorträgen zur Erstellung einer eigenen Homepage, der Funktionsweise von Suchmaschinen, viralem Marketing, Optimierungswerkzeugen und Überprüfung von Benutzerverhalten. Im Anschluss generierten die Teilnehmer ihre eigenen Homepages und versuchen nun diese durch ständige Überarbeitung und Optimierung im oberen Bereich der Ergebnisreihenfolge der Suchmaschinen zu platzieren. Zu untersuchende Einflussfaktoren für die Platzierung sind u.a. der eigene page rank durch die Verlinkungen von fremden zur eigenen Seite, der URL-Aufbau, die verwendeten Keywords, die Aktualität der Homepage-Inhalte sowie der Seitenumfang der Homepage. Eine wichtige Frage ist auch, ob die Suchmaschinen zwischen Dummy-Content und realem Inhalt unterscheiden.

Ergänzende Verbreitungsmaßnahmen in Facebook, MySpace und Twitter sollen den Bekanntheitsgrad steigern und die "Krakenamöbe" im Internet etablieren. In den nächsten Wochen werden die Teilnehmer in Form eines kleinen Wettbewerbs neue Inhalte auf ihren Webseiten hochladen, weitere Verlinkungen hinzufügen sowie verschiedene Analysen zur Wirksamkeit der Links durchführen, um die Erfolgsquote der eigenen Arbeit messbar zu machen.

Auswertung

Wessen Optimierungen am erfolgreichsten waren, wird die Auswertung der Ergebnisse im Juli, gegen Ende der Prüfungszeit vom Sommersemester 2010, zeigen. Dann wird sich entscheiden, welche Teilnehmer-Webseite in der Ergebnisreihenfolge von google und bing am höchsten platziert ist und ob sich der Kunstbegriff "Krakenamöbe" wirklich im World Wide Web etablieren konnte. Die Erkenntnisse aus dem Projekt lassen auch erfolgsversprechende Rückschlüsse für die reale Wirtschaft zu. Die Studenten wissen in Zukunft, wie sie Internetseiten pushen können, um Kunden bestmöglich zu erreichen und den publizierten Inhalten mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

 

Kim Mielowsky

VERÖFFENTLICHT AM

17. Mai 2010

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