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Hochschule der Medien

Künstliche Intelligenz

Roboter hilft Verstehen

Zuwachs für Medieninformatik: Zwei Nao-Roboter helfen Künstliche Intelligenz anschaulich zu vermitteln. Sie werden zu Forschungszwecken und in der Lehre eingesetzt. Einiges können sie schon: Tanzen, Objekten folgen oder sprechen.

Roboter hilft Verstehen
(Fotos: Christina Walzner)

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Als die Roboter aus der Verpackung kamen, besaßen sie bereits einige Grundfunktionen wie Sprechen, Greifen oder Gehen, die zu einem Verhalten zusammengefügt werden. „Künstliche Intelligenz kommt in vielen Technologien zum Einsatz, die in den Medien eine Rolle spielen, beispielsweise in der Sprach-, Bild- oder Texterkennung", erklärt Prof. Dr. Johannes Maucher. Künstliche Intelligenz spiele außerdem bei Suchmaschinen oder Empfehlungsalgorithmen, wie sie auch zum Beispiel Amazon benutzt, eine große Rolle. „Studenten sehen anhand der Nao-Roboter plastisch, wie mathematische Algorithmen entstehen." Ein weiterer Grund für die Anschaffung ist die Möglichkeit, die beiden Roboter zusätzlich als Werbeinstrument zu benutzen. „Die Grundlagen, die der Roboter zum funktionieren braucht, ist das, was im Medieninformatik-Studium vermittelt wird", so Maucher. Auf Studieninfotagen könne so Informatik anschaulich demonstriert werden.

Erstes Projekt: Deutsch lernen

„Der Roboter lernt im Prinzip wie ein Kind", so Maucher. Er probiere etwas aus, bekomme Feedback und passe sich dann entsprechend an die Situation an. Aktuell kommen humanoide Roboter auch im japanischen Atomkraftwerk Fukushima zum Einsatz. Um Aufgaben wie Temperaturmessungen auszuführen, müssen sie sich an die Umgebung anpassen und beispielsweise selbst Wege durch das Gebäude finden und Hindernisse überwinden. Vorlesungen, in welchen die Roboter an der HdM genutzt werden, sind etwa „Einführung in die Künstliche Intelligenz", „Praktikum Datamining", „Natürliche Sprachverarbeitung" und „Maschinelles Lernen". Das Ziel eines der ersten Projekte, das mit Studenten verwirklicht werden soll, ist es, dem Roboter Deutsch beizubringen. Einen Grundwortschatz in Englisch und Französisch hat er bereits.

Beliebtes Thema für Abschlussarbeiten

Das Thema Künstliche Intelligenz steht derzeit bei den Studierenden hoch im Kurs. Aktuell entsteht die erste Bachelorarbeit über die Roboter, eine Promotion ist ebenfalls in Planung. So dienen sie der Lehre, bei Abschlußarbeiten und in der lehrbezogenen Forschung. Die Nao-Roboter vom Hersteller Aldebaran aus Paris für je etwa 9000 Euro wurden aus Studiengebühren finanziert.

Forschungsprojekt: Alt werden mit Robotern

Ein möglicher Einsatzort für Roboter könnten auch die eigenen vier Wände sein. Älteren Menschen könnten sie helfen, den Haushalt zu meistern. Wie genau ein Serviceroboter zur Unterstützung von Senioren im Alltag gestaltet sein muss, untersucht aktuell Prof. Dr. Michael Burmester im Rahmen des Forschungsprojektes „Multi-Role Shadow Robotic System for Independent Living (SRS)". Ziel ist es, älteren Menschen zu ermöglichen, möglichst lang selbständig in ihrem Zuhause leben zu können. Im Zentrum der Forschungsarbeiten steht die Frage, wie die Interaktion und Kommunikation zwischen Mensch und Roboter gestaltet sein muss.

Weitere Infos zum SRS-Projekt unter http://srs-project.eu/
Link zum Forschungsteam: www.hdm-stuttgart.de/ux

Christina Walzner

VERÖFFENTLICHT AM

15. Juni 2011

KONTAKT

Prof. Dr. Johannes Maucher

Medieninformatik

Telefon: 0711 8923-2178

E-Mail: maucher@hdm-stuttgart.de

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johannes maucher

am 21.06.2011 um 21:16 Uhr

Der kritische Einwand im Kommentar vom 20.06 ist völlig korrekt. Es handelt sich hier um einen redaktionellen Fehler. Tatsächlich kommen im Atomkraftwerk in Fukushima keine humanoiden Roboter zum Einsatz. Die Brisanz des Themas liegt darin, dass die in der Robotertechnik führende Nation Japan keine geeigneten Roboter hatte. Die im Atomkraftwerk eingesetzten Roboter stammen meines Wissens ausschließlich aus Frankreich.

Falk

am 20.06.2011 um 16:46 Uhr

Gibt es eine Quelle für die Aussage "humanoide Roboter" würden in Fukushima eingesetzt werden? Die Modelle, die ich bislang in diesem Zusammenhang gesehen habe waren alles andere als humanoid. Grüße, Falk

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