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Hochschule der Medien

TV-Serien, Teil 6 von 6

Der Weltraum..., unendliche Weiten…

Bunt zusammengewürfelte Crews, unerforschte Planeten, fremde Spezies und Raumschiffe, die oft selbst die Hauptrolle spielen – seit den 1960er Jahren sind Science-Fiction-Serien im Fernsehen immer wieder sehr erfolgreich. Einen Blick in die (mögliche) Zukunft gewähren uns die für diesen Beitrag subjektiv ausgewählten Genre-Vertreter.

Publikumsmagnet in Dauerschleife

© Euro Video

Die erste deutsche Science Fiction-Serie „Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" eroberte in den 1960er Jahren die Herzen der Zuschauer. Die sieben einstündigen Episoden, die 1965 produziert wurden, zeigten die Abenteuer um Commander Cliff Allister McLane vom Raumschiff Orion.

Bis 1999 wurde die Serie 20 Mal wiederholt. Auch heute noch ist sie Kult - nicht nur wegen der Handlung, sondern auch wegen der Spezialeffekte, die aus heutiger Sicht ihren eigenen Charme aufweisen. So wurde die Orion bereits in der ersten Folge von fremden Raumschiffen angegriffen. Das Team um McLane, der zur Raumpatrouille strafversetzt wurde, nannte die Außerirdischen „Frogs". Immer wieder kam es zu Kämpfen, während die Mannschaft eine Supernova entdeckte oder neue Waffen testen musste. Interessant war, dass dabei zukünftige Realitäten gezeigt wurden, unter anderem die steigenden Temperaturen, die zunehmende Austrocknung der Erde oder das Schmelzen der Pole und Gletscher.

Für die Spezialeffekte behalf man sich oft einfachster Mittel: So wurden die Strahlen des „Omikronstrahlers" im Nachhinein mit einer Rasierklinge in die Bilder eingeritzt und Lichtstürme entstanden durch geworfene Reiskörner, die dann schneller abgefilmt wurden. Auffällig waren auch die viel zu großen Fische, die bei Szenen unter Wasser vorbeischwammen.

Längste Reise durchs Weltall

© Paramount Home Entertainment

Ebenfalls in den 1960er Jahren begann die weltweit längste Reise durchs All - mit „Star Trek".  Angefangen hat alles mit „Raumschiff Enterprise": Grundlegende Idee war es eine Zukunft zu zeigen, in der die Menschen andere Planeten besiedeln und es gesellschaftliche Probleme, wie soziale Ungleichheit, Rassismus oder Krieg nicht mehr gibt.

Zwischen 1966 und 1969 wurden 79 Episoden der Serie produziert. Captain Kirk, sein emotionsloser, spitzohriger erster Offizier Spock und sein Team wurden auf ihrer Reise durch das unbekannte Universum unter anderem mit Feinden und fremden Lebensformen konfrontiert. Doch die Einschaltquoten waren schwach. Die Serie wurde zunächst eingestellt. Erst Ende der 1980er Jahre entwickelte sich „Star Trek" zum Kult: Bis heute sind insgesamt 726 Episoden in sechs verschiedenen Serien entstanden (Star Trek, Star Trek - The Animated Series, The Next Generation, Deep Space Nine, Voyager, Enterprise). Außerdem wurden elf Star-Trek-Kinofilme gedreht.

Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen, ethischen und politischen Problemen tauchten immer wieder in den Serien auf und wurden mit Diplomatie, Verstand, aber auch Witz und Taktik, gelöst - stets unter den Grundsätzen des friedlichen Zusammenlebens.

Magnetischer Atommüll vom Mond

© Sunrise Entertainment / Intergroove

Mit der britischen Fernsehserie „Mondbasis Alpha 1" aus den 1970er Jahren hat Ehepaar Anderson den Zuschauer nicht nur 25 Jahre in die Zukunft, sondern auch auf den Mond befördert. Im Jahr 1999 existiert auf dem Erdtrabanten eine 300 Mann starke Weltraumstation, die als Basis zur Forschung und für weitere Expeditionen im All dienen soll.

Doch nicht nur das, auch Atommüll von der Erde soll hier in Endlagern abgelegt werden, damit er nicht mehr als terroristische Waffe eingesetzt werden kann. Während der Vorbereitungen einer Langzeitexpedition kursiert eine unbekannte Krankheit unter der Besatzung der Basis. Der Wissenschaftler Bergmann (Barry Morse) findet heraus, dass es sich hierbei um eine neuartige Strahlung handelt, die Parallelen zu magnetischen Feldern aufweist. Aufgrund der anstehenden Expedition wird die Angelegenheit jedoch vertuscht, auch von politischer Seite. Ein neuer Kommandant soll die Lage wieder ins Lot bringen, doch es ist zu spät und die aufgestaute Energie entläd sich in einer großen Explosion. Weitere Störungen und Explosionen folgen, letztendlich entfernt sich der Mond immer weiter von der Erde weg in die Zukunft, sodass sie irgendwann in Raum und Zeit verloren sind.

Von 1975 bis 1978 wurde die Serie in zwei Staffeln mit insgesamt 48 Folgen erstmalig ausgestrahlt. In Deutschland wurden von August 1977 bis Oktober 1978 30 Folgen im ZDF gezeigt.


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25. September 2012

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