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Hochschule der Medien

TV-Preis

Zweiter Emmy für Jörn Großhans

Erst der Oscar, dann der erste Emmy und nun der nächste Fernsehpreis: Am 16. August 2014 nahm Jörn Großhans in Los Angeles seine zweite Auszeichnung für "Outstandig Special Visual Effects" entgegen. Den Emmy erhielt er für die digitalen Effekte in der vierten Staffel der US-Fantasy-Serie "Game of Thrones", die bei der Stuttgarter Firma Mackevision entstanden sind.

Jörn Großhans mit Emmy Nummer zwei (Foto: Mackevision)

Jörn Großhans mit Emmy Nummer zwei (Foto: Mackevision)

Für die Arbeit an der dritten Staffel der amerikanischen Fernsehreihe hatte Großhans bereits 2013 den weltweit renommierten TV-Preis erhalten, den er jetzt erneut einpacken durfte. Auch den VES Award in der Kategorie "Outstanding Visual Effects in a Broadcast Program" hat er im Februar 2013 dafür abgeräumt. Die VES Awards werden jährlich von der Visual Effects Society in Los Angeles verliehen. Sie gelten nach dem Oscar als höchste Auszeichnung für herausragende Leistungen im Bereich Visuelle Effekte (VFX). Jörn Großhans hat von 2002 bis 2006 Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien (HdM) studiert, und verrät uns mehr über seine Begeisterung für digitale Pixelwelten.

Was fasziniert Sie an Spezialeffekten?

Vor allem das Verschmelzen von real gedrehten und am Computer generierten Elementen. Und dabei jedes Mal die technische und kreative Herausforderung zu haben, einen Shot realistisch aussehen zu lassen. Außerdem ist es toll, mit so vielen talentierten Leuten in einem Team zusammenzuarbeiten. Bei der vierten Staffel von ‚Game of Thrones‘ haben alleine bei Mackevision 40 Artists daran gearbeitet.

Wie sind Sie bei dem Thema gelandet?

Ich habe schon während meines Studiums an der HdM nebenher als Freelancer in der Branche gearbeitet. Viele jetzige Kontakte und Kollegen stammen noch aus der damaligen Zeit.

Wie unterscheidet sich die Arbeit an einem Kinofilm von der an einer Serie?

Vor allem das Timing und das Budget sind anders. Bei Feature Film Projekten hat man doch etwas mehr Zeit, um Shots fertigzustellen. Bei 'Game of Thrones' zum Beispiel arbeiten wir noch an Episoden, während die ersten Folgen schon ausgestrahlt werden. Da entsteht natürlich ein gewisser Druck. Was unsere Pipeline und die Artists betrifft, machen wir dagegen keinen Unterschied. Gerade bei diesem Prestigeprojekt ist es unglaublich wichtig, höchste Qualität zu liefern.

Wie sehen Sie die Perspektiven für VFX-Experten?

Eigentlich positiv. Es gibt natürlich viel Bewegung im Business wegen Förderungen in Kanada und in Großbritannien. Aber auch in Baden-Württemberg wird sich wohl demnächst in der Richtung etwas tun, sodass ich davon ausgehe, dass auch hier in der Region wieder einige größere Projekte aufschlagen werden.

Was müssen Nachwuchstalente mitbringen?

Auf jeden Fall Leidenschaft für den Job! Außerdem ein gutes Auge, Kreativität und ein gutes technisches Verständnis.

Holen Sie den Emmy selbst ab?

Ich war bei der Emmy-Verleihung selbst vor Ort und habe den Preis entgegengenommen. Man weiß aber tatsächlich erst, ob man gewonnen hat, wenn der Umschlag auf der Bühne geöffnet wird.

Was machen Sie mit der Trophäe?

Im Moment steht sie in meinem Büro bei der Mackevision, wo sie wohl noch eine Weile stehen wird.

 

Die Fragen stellte Kerstin Lauer.

VERÖFFENTLICHT AM

26. August 2014

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