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Golden Globes 2015

Prämierte visuelle Effekte made in Stuttgart

Sonntagnacht entschieden in Los Angeles die Hollywood-Journalisten über die diesjährigen Golden Globes Awards. Ausgezeichnet wurden die besten Produktionen aus Film und Fernsehen. Der Gewinnerfilm des Abends "Boyhood" räumte gleich in drei Kategorien einen Award ab.

Seit 1944 entscheidet eine Jury, bestehend aus knapp 100 internationalen Hollywood-Journalisten, über die besten, aktuellen Kino- und Fernsehproduktionen. Am Sonntag, den 11. Januar 2015, war es wieder soweit: In insgesamt 25 Kategorien wurden die begehrten Golden-Globes-Trophäen zum 72. Mal vergeben.

Der Gewinnerfilm von 2015: Boyhood. Plakat: Universal Pictures
Der Film "Boyhood" gilt als der Gewinner des Abends: Das US-amerikanische Drama siegte in den Kategorien "Beste Regie", "Bestes Drama" und "Beste weibliche Nebenrolle". Patricia Arquette bekam für ihre Rolle der alleinerziehenden Mutter Olivia den Award überreicht. Zwölf Jahre dauerte der Dreh für das Jugenddrama von Regisseur Richard Linklater. Jetzt zahlte sich die jahrelange Arbeit für die Macher gleich drei Mal bei den Golden Globes Awards aus.

Doch damit nicht genug: Die Golden Globes gelten als Richtungsweiser der im Februar stattfindenden Oscarverleihung. Die Nominierungen hierfür sollen am 15. Januar 2015 bekanntgegeben werden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der diesjährige Abräumer der Golden Globes Awards "Boyhood" auch bei der Oscarverleihung mit zu den Nominierten gehören wird.

Weitere Gewinner in der Kategorie Film

Ebenfalls für die Kategorie "Bestes Drama" nominiert war der Film "Die Entdeckung der Unendlichkeit". Der Film ging zwar in dieser Kategorie leer aus, jedoch gelang es dem Hauptdarsteller Eddie Redmayne, der in dem Film den Physiker Stephen Hawking verkörpert, die Trophäe als "Bester Hauptdarsteller in einem Drama" zu ergattern. Und auch die Filmmusik von Johann Johannsson wurde mit einem weiteren Award prämiert. Den besten Filmsong lieferten John Legend und Common mit "Glory" ab - ihr Beitrag für den Film "Selma". Zur besten Hauptdarstellerin in einem Drama wurde Julianne Moore gekürt. Sie spielt in "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern" eine an Alzheimer erkrankte Sprachwissenschaftlerin.

Grand Budapest Hotel: Visuelle Effekte stammen von einem Stuttgarter Studio. Foto: Fox
In der Kategorie Komödie wurde die britisch-deutsche Produktion "Grand Budapest Hotel" zum besten Film gekürt. Ein Teil der visuellen Effekte stammt von der Stuttgarter Firma LuxxStudios. Die Auszeichnung als "Bester Hauptdarsteller in einer Komödie" bekamen in diesem Jahr Amy Adams für ihre Rolle der Künstlerin Margaret Keane in "Big Eyes" und Michael Keaton für seine Rolle als Birdman im gleichnamigen Film. Die Macher des Birdman-Films bekamen die Auszeichnung zudem noch für das "Beste Drehbuch".

George Clooney bekam einen Award für sein Lebenswerk. Auf der Bühne bedankte er sich nicht nur dafür, sondern machte seiner frisch angetrauten Ehefrau, die britische Menschenrechtsanwältin Amal Clooney, auch eine Liebeserklärung. J.K. Simmons wurde für seine Darbietung in dem amerikanischen Drama "Whiplash" in der Kategorie "Beste männliche Nebenrolle" ausgezeichnet. Weitere prämierte Kinofilme waren "Drachenzähmen leicht gemacht 2" ("Bester Animationsfilm") und "Leviathan" ("Bester nicht-englischsprachiger Film").

Auszeichnungen für Film und Fernsehen

Kevin Spacey wurde zum besten Drama-Schauspieler gekürt. Quelle: Netflix
Bei den Golden Globes Awards werden neben Kinofilmen, auch Fernsehproduktionen ausgezeichnet. Die Trophäe ist in den USA nach den Oscars und den Emmys der wichtigste Film- beziehungsweise Fernsehpreis. Überraschend waren die diesjährigen Gewinner in der Sparte Fernsehen: Es waren nicht die klassischen TV-Sender wie NBC oder Fox, die ausgezeichnet wurden, sondern Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon. So gewann zum Beispiel Kevin Spacey ("Bester Drama-Schauspieler") die Trophäe für seine Rolle in der Netflix-Serie "House of Cards". Die Serie "Transparent" von Amazon, die von einem transsexuellen Familienvater handelt, wurde als "Beste Komödien-Serie" ausgezeichnet. Für seine Rolle als Vater wurde Jeffrey Tambor als "Bester Comedy-Schauspieler" prämiert.

Weitere Auszeichnungen gingen an "The Affair" ("Beste Drama-Serie"), Ruth Wilson als "Beste Drama-Schauspielerin" in "The Affair", Gina Rodriguez als "Beste Comedy-Schauspielerin" in "Jane the Virgin", Maggie Gyllenhaal als "Beste Schauspielerin TV-Film/Mini-Serie" in "The Honorable Woman", Billy Bob Thornton als "Bester Schauspieler TV-Film/Mini-Serie" in "Fargo" und an die Macher von "Fargo" selbst ging der Preis für den "Besten TV-Film oder Mini-Serie".

Quellen:
Stuttgarter Zeitung
Golden Globes
Los Angeles Times
Manager Magazin
Spiegel Online

Ann-Katrin Wieland

VERÖFFENTLICHT AM

13. Januar 2015

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