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Kurzmeldung

Steigende Angriffe auf Europas Journalisten

Eine Befragung des Europarates hat ergeben, dass die Arbeitsbedingungen von Journalisten in Europa immer schlechter werden. Viele mussten bereits Drohungen, Cyber-Mobbing und selbst tätliche Angriffe erfahren. Bei dieser nicht repräsentativen Studie wurden zwischen April und Juli 2016 knapp 1000 Journalisten aus 48 europäischen Ländern von Mitgliedern von fünf großen Organisationen, die sich mit den Themen Meinungsfreiheit und Journalismus auseinandersetzen, befragt. Dabei gaben 69 Prozent der Befragten an, dass sie psychische Gewalt, also Einschüchterungen, Drohungen und Erniedrigungen wegen Ihrer Tätigkeit als Journalisten, erfahren haben. Körperliche Übergriffe haben fast ein Drittel bereits erlebt. Auch Cyber-Mobbing ist ein immer stärker aufkommendes Thema. Über die Hälfte der befragten Journalisten wurden bereits online angegriffen, darunter persönliche Übergriffe, öffentliche Hetzkampagnen oder der Vorwurf von fehlender Objektivität. Um dem Druck zu entgehen geben viele Journalisten an, mittlerweile ihre Artikel abzumildern oder sogar ganz fallen zu lassen. Rund ein Drittel der Befragten möchte sich dem jedoch nicht beugen und kämpft noch bestärkter gegen die Zensur in ihrem Land an.

 

Quellen:
FAZ, Zeit

Ann-Kathrin Gugel

VERÖFFENTLICHT AM

21. April 2017

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