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Kunstvermittlung 29. August 2017

Die Hochschule als Ausstellungsort

Ein großer Kegelstumpf hängt seit fast 20 Jahren im Foyer der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) in der Nobelstraße 10. Die Skulptur der belgischen Künstlerin Marie-Jo Lafontaine ist Teil der Förderung von Kunst am Bau des Landes Baden-Württemberg. Doch wie viel Kunst steckt wirklich in den Gebäuden der HdM?

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Die Videoskultpur der belgischen Künstlerin Marie-Jo Lafontaine hängt im Foyer der HdM in der Nobelstraße 10.
Seit 1955 hat Baden-Württemberg bei wichtigen Bauvorhaben einen Anteil der Bausumme für Werke bildender Künstler reserviert. Das Projekt Kunst am Bau verbindet eine künstlerische Idee gemeinsam mit der Bauaufgabe. Deswegen steht bei jedem Projekt auch der Orts- und Objektbezug im Vordergrund.

Im Foyer der HdM hängt seit 1998 eine Videoskulptur mit Klang. Das Werk "Video-sound cone sculpture - Mer d'Irlande" ist ein Kegelstumpf aus Aluminium, der an der Decke befestigt ist. Das Besondere: Im Kegel befinden sich eine Leinwand und ein Video-Projektor. Der fünfminütige Film kann von der schmalen geöffneten Seite des Kegels geschaut werden. Zu sehen sind Meeresbilder und die passenden Geräusche. Momentan wird für die Skulptur ein neuer Platz gesucht.

Videoskulptur stammt von mehrfach ausgezeichneten Künstlerin

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Die Farbgestaltung der ehemaligen Fachhochschule für Druck stammt vom Stuttgarter Künstler Georg Karl Pfahler.
Das Werk stammt von der der belgischen Künstlerin Marie-Jo Lafontaine. Die mehrfach ausgezeichnete Fotografin und Videokünstlerin studierte an der "École Nationale Supérieuere d'Architecture et des Arts Visuels" in Brüssel und lehrte als Professorin unter anderem an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

Ein wesentlich älteres und größeres Werk aus dem Förderprojekt Kunst am Bau ist die Farbgestaltung des Altbaus der HdM, das ehemalige Gebäude der Fachhochschule für Druck in der Nobelstraße 10. Dort befinden sich heute Labore, Hörsäle und Büros. Die geometrischen Flächen und Streifen in den Farben weiß, orange, gelb, grün oder blau aus dem Jahr 1977, stammen vom Künstler Georg Karl Pfahler aus Emetzheim. Der Künstler und Kunstprofessor besuchte die Stuttgarter Kunstakademie und wurde von Lehrern wie Willi Baumeister, Manfred Henninger und Karl Hils unterrichtet. 1956 gründete er die "Gruppe 11" und hatte engen Kontakt zur "Stuttgarter Gruppe".

Betonscheibe symbolisiert Schallplatten aus Raumsonden

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Das Kunstwerk von Reto Boller und Guido Vorburger steht vor der Bibliothek in der Nobelstraße 8. (Fotos: Daniel Jordan)
Im Jahr 2014 kam mit dem Hochschulgebäude in der Nobelstraße 8 ein neues Kunstwerk dazu. Die kreisrunde Bodenskulptur aus Beton auf der Grünfläche vor der Bibliothek umfasst eine Messingscheibe, die die Gravur "The sounds of earth" trägt. Die gleichnamige Bodenskulptur wurde von den Schweizer Künstlern Reto Boller und Guido Vorburger gestaltet. Ihre Arbeit bezieht sich auf die mit dem gleichen Titel bezeichneten goldenen Schallplatten, die 1977 mit den Raumsonden der Voyager I und II in das Weltall gestartet sind. Die Schallplatten erhielten Musik, Bilder und Geräusche der Erde.

Maximilian Wolf

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Kunst am Bau

Kommentare zum Beitrag

Michael K. (am 02.09.2017 um 13:44 Uhr ): Ich hätte nie gedacht, dass das im Altbau als Kunst durchgeht, ich dachte dieser schmale, dunkle Durchgang sollte nur ein bisschen weniger gruselig aussehen, weswegen die Maler neben Weiß ein paar weitere Farbtöpfe aufgemacht haben.
Der Kegel hat während meiner gesamten Studienzeit nie funktioniert, entweder ist das Gerät oder der Schalter defekt, bzw. deaktiviert. Irgendwer hat sich mal den Kopf dran gestoßen und dann wurde er außer Reichweite höher gehängt, soweit ich mich erinnere.
Von der Betonscheibe dachte ich immer es wäre ein Überbleibsel eines Betonfundaments für irgendein Baugerät. Es ist ganz cool wenn man sich mal in die Sonne legen will ohne Grasflecken zu bekommen, die "sounds of earth"-Packette ist mir dann später aufgefallen, konnte aber nicht herausfinden für was das stand.

Allgemein finde ich dass man Kunst nicht lang und breit erklären brauchen sollte, damit man erkennt was es bedeuten soll, bzw. dass es überhaupt Kunst sein soll. Einigermaßen realitätsnahe Statuen von irgendwelchen Personen oder Dingen hätten mir besser gefallen, aber vielleicht ist das zu aufwändig oder zu teuer, oder es entspricht einfach nicht mehr dem Zeitgeist.


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