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Gehaltscheck 01. Dezember 2017

So viel verdient man in der Werbebranche

Frauen verdienen in der Werbebranche nach wie vor weniger als Männer. Doch wie viel verdienen Werber und Kommunikationsexperten im Vergleich zu anderen Berufen? In einer aktuellen Studie haben das Hamburger Vergleichsportal Gehalt.de, das Fachmagazin Werben & Verkaufen sowie die Personalberatung Designerdock mehr als 95.000 Datensätze ausgewertet, um das herauszufinden.

Ausgewertet wurden mehr als 95 000 Datensätze aus verschiedenen Branchen (Bild: Pixabay).
Ausgewertet wurden mehr als 95 000 Datensätze aus verschiedenen Branchen (Bild: Pixabay).

Ein Vorurteil gegenüber Agenturen bestätigt sich in der Studie: Viele Berufe weisen ein niedriges Gehaltsniveau auf. So verdienen Designer in Agenturen 32.843 Euro, in Industrieunternehmen 40.983 Euro. Ein anderes Beispiel: Das Gehalt eines PR-Managers liegt in der Industrie bei 53.781 Euro, in Agenturen dagegen bei 37.886 Euro. "Beim Vergleich zwischen Agenturen und Unternehmen muss berücksichtigt werden, dass an der Studie vorwiegend junge Leute teilgenommen haben, die zudem größtenteils aus kleineren Unternehmen stammen. Deswegen wirken die Gehälter zum Teil sehr gering. Dennoch ist das Gehaltsniveau in Industrieunternehmen im Schnitt höher als in Agenturen", sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Werbe- und PR-Branche leicht über dem Bundesdurchschnitt

Frauen verdienen in der Werbebranche nach wie vor weniger als Männer. Besonders in der Führungsetage sind die Unterschiede deutlich. Bis zu 27.500 Euro unterscheiden sich die Gehälter zwischen Männer und Frauen in den Top-Positionen.

Außerdem wurden die Gehaltsdaten in der Agenturlandschaft mit anderen Branchen verglichen. Dabei waren ausschließlich Gehaltsdaten von Berufen relevant, die in allen untersuchten Bereichen vorhanden sind - beispielsweise Personalleiter oder Geschäftsführer. Im Branchenvergleich liegt die Werbe- und PR-Industrie 0,07 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Auf dem ersten Platz befindet sich die Maschinenbaubranche mit einem Plus von 25 Prozent. Am Ende der Erhebung steht dagegen das Gesundheitswesen mit einem Minus von knapp zwöf Prozent.

Bis zu 25 Prozent weniger in neuen Bundesländern

Im bundesweiten Vergleich gibt es einen starken Unterschied zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Während in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bis zu 25 Prozent weniger bezahlt werden, zahlen Arbeitgeber in Bayern und Baden-Württemberg sogar rund sechs bis neun Prozent mehr als der Durchschnitt. Einzige Ausnahme der Ost-West-Schere ist Berlin, das durch zahlreiche Start-ups und Agenturen attraktiv für viele Arbeitnehmer ist.

Basierend auf 4605 Datensätzen aus der Branche Werbung und PR sowie auf 91.771 Datensätzen aus dem Industriesektor wurde die Gehaltsstruktur für Werbetreibende analysiert. Dabei wurden die Gehälter von 21 Berufen aus der Industrie- und 32 aus der Werbebranche ermittelt und miteinander verglichen. Zusätzlich wurde untersucht, wie sich regionale Faktoren, der Agenturtyp und die Branche selbst auf die Vergütung in der Werbeindustrie auswirken. 51 Prozent der Teilnehmer waren weiblich, 49 Prozent männlich. Die meisten waren zwischen 26 und 30 Jahre alt.

Maximilian Wolf

Weiterführende Links

"Der W&V Gehaltscheck 2017"

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