Vortrag

Digital gut leben: Ethische Zugänge zur Mental Health

Workshop im Rahmen der Mental Health Week

Oliver Zöllners Vortrag und Workshop 'Digital gut leben' fand im Rahmen der Mental Health Week der HdM statt (Foto: Oliver Zöllner).
Oliver Zöllners Vortrag und Workshop 'Digital gut leben' fand im Rahmen der Mental Health Week der HdM statt (Foto: Oliver Zöllner).

Unter dem Motto "Aufblühen statt untergehen" fand vom 9. bis 16. Dezember 2019 an der Hochschule der Medien die erste "Mental Health Week" statt. Oliver Zöllner vom Institut für Digitale Ethik (IDE) griff das Stichwort "Aufblühen" gerne für einen Vortrag mit integriertem Workshop für Studierende auf. Hinter "Aufblühen" steckt das aristotelische Konzept der eudaimonía, also des Strebens nach Glück und Erfüllung, das ein ganz wesentlicher Pfeiler der Ethik ist. Und so setzte Zöllner seine Veranstaltung unter die Überschrift "Digital gut leben". Und zwar bewusst ohne Fragezeichen.

Man kann durchaus auch mit digitalen Geräten und Anwendungen gut leben, aufblühen und Erfüllung finden – man muss sich allerdings auch zielgerichtet auf den Weg machen. Oder in anderen Worten: Man muss reflektieren, was man erreichen möchte und wie man dahinkommen kann. Es bedarf einer ethischen Orientierung. Die teilnehmenden Studierenden erzählten eingangs, welche Sorgen und Fragen sie im Umgang mit digitalen Anwendungen umtreiben. Zöllner griff die vielfältigen Narrative auf und stellte sie in den Kontext der Digitalen Ethik. Er machte auch klar, welch unnötig großes Tabu in der Gesellschaft rund um das Thema "psychische Gesundheit" herrscht – offenbar so groß, dass selbst die HdM auf die englische Ausweichbezeichnung mental health zurückgreift. Dabei ist eine aktive und offene Auseinandersetzung mit der Frage enorm wichtig, welcher Werte und Orientierungen es bedarf, um in der Digitalität und im Kontext der hinter ihr stehenden ökonomischen Geschäftsmodelle ein gutes Leben führen zu können. Die Teilnehmenden konnten hierzu viele wichtige und sehr individuelle Sichtweisen austauschen. Dieser Workshop sollte wieder einmal angeboten werden – und dann vielleicht sogar mit etwas mehr Zeit.

 

Weiterführende Literatur: Petra Grimm / Tobias O. Keber / Oliver Zöllner (Hrsg.): Digitale Ethik. Leben in vernetzten Welten (= Kompakt­wissen XL, Bd. 15240). Ditzingen: Reclam, 252 Seiten. ISBN: 978-3-15-015240-9 (8,80 €). Vorschau mit Leseprobe hier.

Vortrag auf Veranstaltung: Mental Health Week der HdM
Veranstaltungsort: Stuttgart
Datum: 10.12.2019


Autoren

Name:
Prof. Dr. Oliver Zöllner  Elektronische Visitenkarte
Forschungsgebiet:
Empirische Medienforschung, Soziologie der Medienkommunikation, Digitale Ethik, Public Diplomacy
Funktion:
Professor
Lehrgebiet:
Medien-, Publikums- und Marktforschung, sozialwissenschaftliche Methodenlehre, Soziologie der Medienkommunikation, Digitale Ethik, Public Relations, Public Diplomacy, Nation Branding, Hörfunkjournalismus
Studiengang:
Medienwirtschaft (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
216, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2281
Telefax:
0711 8923-2206
E-Mail:
zoellner@hdm-stuttgart.de
Homepage:
https://www.oliverzoellner.de
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