Vortrag

Digitale Ethik und Künstliche Intelligenz

Statt 'Not-Aus-Schalter' für KI brauchen wir einen Ein-Schalter für Ethik

'Brauchen wir einen Not-Aus-Schalter für Künstliche Intelligenz?' fragte die Deutsche-Telekom-Stiftung im Rahmen einer Experten-Diskussionsrunde am 10. April 2018. Der Schalter neben dem Plakat ist ein ganz normaler Aufzugknopf. (Foto: Oliver Zöllner)
'Brauchen wir einen Not-Aus-Schalter für Künstliche Intelligenz?' fragte die Deutsche-Telekom-Stiftung im Rahmen einer Experten-Diskussionsrunde am 10. April 2018. Der Schalter neben dem Plakat ist ein ganz normaler Aufzugknopf. (Foto: Oliver Zöllner)
Ein Blick ins Design-Lab der Deutschen Telekom, wo die 'Fishbowl'-Expertendiskussion stattfand. (Foto: Oliver Zöllner)
Ein Blick ins Design-Lab der Deutschen Telekom, wo die 'Fishbowl'-Expertendiskussion stattfand. (Foto: Oliver Zöllner)

Für den 10. April 2018 lud die Deutsche-Telekom-Stiftung zu einem Experten-Hearing rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) in ihr Hauptquartier nach Bonn ein. Rund 30 Experten für gesell­schaft­lichen Wandel, Digitali­sierung und Ethik erörterten rund drei Stunden in einer anregenden "Fishbowl"-Diskussion die Leitfrage "Brauchen wir einen Not-Aus-Schalter für Künst­liche Intelli­genz?" HdM-Professor vom Institut für Digitale Ethik (IDE) war Mitglied der Runde.

Oliver Zöllner verwies in der sehr engagierten und angenehm moderierten Diskussions­runde mehrfach auf die Bedeutung der Ethik, speziell der Digitalen Ethik, für die konstruktive Gestaltung neuer digitaler Anwendungen und Umwelten. Weder dystopischer Alarmismus noch blinder Fortschritts-Futurismus seien angebracht, sondern eine kritische Reflexion dessen, was gut für die Menschen ist. "Wir brauchen keinen Not-Aus-Schalter für künstliche Intelligenz, sondern (endlich) einen Not-Ein-Schalter für das Nachdenken darüber, wie und wofür wir künstliche Intelligenz so einsetzen können, dass sie dem einzelnen Menschen wie auch der Gesellschaft insgesamt zum Erblühen verhelfen kann. Kurz gesagt: Wir brauchen KI + Digitale Ethik", so Zöllners Kernargument.

Auch die anderen Teilnehmer betonten in ihren Statements - aus fachlich und disziplinär ganz unter­schied­lichen Perspektiven - die Notwendigkeit, KI-Anwendungen nicht aktionistisch und unter dem Konkurrenz­druck von Marktein­führungen durchzusetzen, sondern nach kühlen Analysen und stets mit Blick auf die eigentlich wichtigen Ziele: Diese seien im Detail jeweils erst zu klären, müssten aber immer den Menschen und sein Wohlergehen im Mittelpunkt haben. Die Experten­runde war nebenbei auch eine schöne Gelegenheit für das fachliche Networking - für ein emergentes Gebiet wie das Nachdenken über Künst­liche Intelli­genz ist dies besonders wichtig.

 

Vortrag auf Veranstaltung: Expertenrunde 'Brauchen wir einen Not-Aus-Schalter für Künstliche Intelligenz?'
Veranstaltungsort: Bonn, Telekom-Stiftung
Datum: 10.04.2018


Autoren

Name:
Prof. Dr. Oliver Zöllner  Elektronische Visitenkarte
Forschungsgebiet:
Empirische Medienforschung, Soziologie der Medienkommunikation, Digitale Ethik, Public Diplomacy, Nation Branding
Funktion:
Professor
Lehrgebiet:
Medien-, Publikums- und Marktforschung, sozialwissenschaftliche Methodenlehre, Soziologie der Medienkommunikation, Digitale Ethik, Public Relations, Public Diplomacy, Nation Branding, Hörfunkjournalismus
Studiengang:
Medienwirtschaft (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
216, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2281
Telefax:
0711 8923-2206
E-Mail:
zoellner@hdm-stuttgart.de
Homepage:
https://www.media-research.eu
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