Vortrag

Digitale Ethik im Alltag

Wie umgehen mit der Digitalisierung?

Tagungsort war die mittelalterliche, innen allerdings modern ausgebaute Ulner Kapelle im Herzen der Altstadt von Weinheim (Foto: Oliver Zöllner).
Tagungsort war die mittelalterliche, innen allerdings modern ausgebaute Ulner Kapelle im Herzen der Altstadt von Weinheim (Foto: Oliver Zöllner).

Am 1. Dezember 2018 hielt Prof. Dr. Oliver Zöllner einen Vortrag zum Thema "Digitale Ethik im Alltag: Wie umgehen mit der Digitalisierung?" Eingeladen hatt die Hopp Foundation zu ihrem Sitz in Weinheim an der Bergstraße ganz im Norden Baden-Württembergs. Anlass war eine Festveranstaltung mit Stipendiaten der Stiftung, rund 80 Lehrerinnen und Lehrern aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

In seinem rund einstündigen Festvortrag führte Zöllner in die Digitale Ethik und die Digitalökonomie ein. Besondere Augenmerke waren ihm die Aspekte Daten- und Persönlichkeitsschutz im Zeitalter von Big Data und wie man in seinem Alltag Konzepte der Ethik erproben kann. Zöllner machte deutlich, dass viele Menschen die neuen digitalen Geschäftsmodelle, von denen sie in ihrem Alltag umgeben sind, schlichtweg nicht kennen oder nicht wahrhaben wollen. Die Firma Facebook Inc. (mit ihren Plattformen Facebook, WhatsApp und Instagram) und die Holding Alphabet (mit Google Search, Google Maps, Google Docs, YouTube u.v.m.) sind typische Vertreter der Digitalökonomie, die enorm viele Daten ihrer Kunden sammeln, speichern und vorrangig für den Absatz von Werbekontakten verwenden bzw. weiterverkaufen. Doch machte Zöllner auch eindringlich deutlich, dass nicht nur die ethische Orientierung dieser Firmen zu hinterfragen ist, sondern ebenso die Haltung vieler Menschen, ihre Daten mit großer Freude und in allgemeiner Freiwilligkeit zu teilen - Daten, die längst das "neue Öl" oder zumindest der "Schmierstoff" für die digitale Wirtschaft sind.

Zugegebenermaßen bieten uns die scheinbar kostenlosen Dienste, die Nutzer zum Tausch für ihre Daten bekommen, viel Freude und Bequemlichkeit. Doch könnte uns diese Bequemlichkeit auch einlullen. Anhand zahlreicher Beispiele aus dem Alltag legte Zöllner dar, wie die Digitale Ethik Menschen dabei helfen kann, für sich den Weg zu angemessenen, richtigen Entscheidungen für (oder auch: gegen) die Nutzung digitaler Anwendungen zu finden. Menschen müssten aber auch lernen, diese Entscheidungen informiert treffen zu können und dann mit den Folgen zu leben. Leicht sei dies nicht, so Zöllner.

Die Hopp Foundation fördert moderne didaktische Konzepte rund um Informatik und IT-Wirtschaft.

Veranstaltungsort: Weinheim
Datum: 01.12.2018

Weiterführende Links:
Hopp Foundation for computer literacy and informatics


Autoren

Name:
Prof. Dr. Oliver Zöllner  Elektronische Visitenkarte
Forschungsgebiet:
Empirische Medienforschung, Soziologie der Medienkommunikation, Digitale Ethik, Public Diplomacy, Nation Branding
Funktion:
Professor
Lehrgebiet:
Medien-, Publikums- und Marktforschung, sozialwissenschaftliche Methodenlehre, Soziologie der Medienkommunikation, Digitale Ethik, Public Relations, Public Diplomacy, Nation Branding, Hörfunkjournalismus
Studiengang:
Medienwirtschaft (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
216, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2281
Telefax:
0711 8923-2206
E-Mail:
zoellner@hdm-stuttgart.de
Homepage:
https://www.media-research.eu
Oliver Zöllner

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